Hochwasser: Tschechien will sich mit Österreich koordinieren

30. März 2006, 08:02
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Premier Paroubek will Schüssel kontaktieren

Podhradi - Angesichts des verherenden Hochwassers, das in Tschechien schon einem fünfjährigen Buben das Leben gekostet hat, will sich Tschechien nun mit Österreich koordinieren. Der tschechische Ministerpräsident Jiri Paroubek will Bundeskanzler Wolfgang Schüssel um Hilfe für die Region Znaim (Znojmo) bitten: Die Dörfer der Region ersuchen um Information über die Überschwemmungssituation der Thaya im nahe liegenden Österreich, sagte er am Dienstag nach einem Besuch der betroffenen Gebiete gegenüber der tschechischen Nachrichtenagentur CTK.

Die örtlichen tschechischen Behörden beschweren sich seit Jahren, dass ihnen die neuesten Informationen über den Wasserstand der Thaya fehle. Daher können sie sich nicht auf bevorstehende Hochwasser-Gefahren vorbereiten, berichtete CTK. "Ich werde den österreichischen Kanzler, zu dem ich ein sehr freundliches Verhältnis habe, kontaktieren", sagte Paroubek in Pohradi (Freistein).

Der Wasserstand der Thaya im mährischen Pohradi stieg in der Nacht auf Montag gefährlich an. Mehrere Häuser, Hotels und ein Polizeitrainingszentrum wurden überschwemmt. Teile des Dorfes blieben ohne Elektrizität. Paroubek besuchte auch die Stadt Vestec nahe Nymburg (Nimburg in Mittelböhmen), dessen Bewohner ihre Häuser verlassen mussten. Er inspizierte am Dienstag auch weitere Gebiete per Helikopter. (APA/CTK)

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