Sonnenfinsternis 29. März

30. März 2006, 15:35
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Der Mond wird die Sonne in Österrreich etwa zur Hälfte verdecken

Wien - So richtig finster wie bei der totalen Sonnenfinsternis 1999 wird es am 29. März über Österreich nicht. Dennoch wird die partielle Verdunkelung der Sonne - freie Sicht auf den Himmel und der Besitz einer geeigneten Brille vorausgesetzt - um die Mittagsstunden im ganzen Land zu sehen sein. Der Mond wird die Sonne etwa zur Hälfte verdecken. Über Teilen der Türkei, darunter die Touristenhochburg Antalya, wird sich die Sonne um die Mittagszeit für wenige Minuten völlig verdunkeln.

In Eisenstadt ab 11.43 Uhr (MESZ) und in Bregenz ab 11.38 Uhr beginnt sich der Mond vor die Sonnenscheibe zu schieben. Mit einer entsprechenden Sonnenfinsternis-Brille (z. B. aus dem Optik-Fachhandel) ist das Ereignis von Beginn an deutlich zu sehen. Der Höhepunkt wird in Eisenstadt um 12.48 Uhr und einer maximalen Bedeckung der Sonne von 55 Prozent sowie in Bregenz um 12.39 Uhr und einer maximalen Bedeckung von 46 Prozent erwartet. Der Mond verschwindet um 13.54 Uhr (Eisenstadt) bzw. 13.41 Uhr (Bregenz) von der Sonnenscheibe.

Totalitätsstreifen

Bei uns nur partiell, ist die SoFi 2006 in einigen Gegenden Afrikas und Asiens als totale zu sehen. Der Totalitätsstreifen beginnt an der brasilianischen Ostküste, verläuft dann quer über den Atlantik und erreicht um 11.08 Uhr Westafrika bei Ghana. In der Folge überquert der Schatten die Sahara und das östliche Mittelmeer. Um 12.54 erreicht die totale Sonnenfinsternis dann Asien an der türkischen Südküste, zieht über den beliebten Touristenort Antalya und weiter gegen Osten über das Schwarze Meer, Georgien, Russland, Kasachstan. An der Nordgrenze der Mongolei endet das Spektakel bei Sonnenuntergang.

Mediziner raten zu Schutzbrillen

Mediziner warnen vor Beobachtungen der Sonnenfinsternis mit bloßem Auge, dies kann zu dauerhaften Schäden führen. Nur mit einer geeigneten Schutzbrille darf das Himmelsschauspiel verfolgt werden. Die nächste totalen Sonnenfinsternisse berechneten Astronomen für den 1. August 2008 über Kanada, Grönland, Sibirien, der Mongolei und China. In Österreich muss man auf ein derartiges Himmelsschauspiel bis 2081 warten. (APA)

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