Mord an Studentin in Tirol: Bosnier enthaftet

22. März 2006, 09:04
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26-Jährigem kann Bluttat nicht nachgewiesen werden

Der im Innsbrucker Mordfall an einer niederösterreichischen Studentin zuletzt tatverdächtige Bosnier soll am Dienstag enthaftet werden. Das gab die Staatsanwaltschaft Innsbruck am Montag bekannt. Man könne dem 26-Jährigen die Bluttat nicht nachweisen. Für eine U-Haft würden keine Gründe vorliegen.

Der Asylwerber war zunächst von Zeugen belastet worden. Bei Gegenüberstellungen wurde er jedoch nicht wiedererkannt. Erst vor wenigen Wochen hatte die Staatsanwaltschaft Voruntersuchungen gegen den Bosnier wegen Mordverdachts eingeleitet. Der Mann befindet sich derzeit noch in Strafhaft wegen anderer Delikte. Er saß zuvor in der Justizanstalt Salzburg ein.

Die Leiche der 19-Jährigen war am 23. Juni gegen 5.00 Uhr von einem Pensionisten in einer Telefonzelle beim Rapoldipark im Stadtteil Pradl entdeckt worden. Die BWL-Studentin hatte davor ein Studentenfest besucht und war anschließend noch bei Kollegen gewesen. Mit einem Fahrrad war sie dann zum späteren Tatort gefahren. Sie war mit zwei Messerstichen in den Brustbereich und in den Rücken getötet worden. (APA)

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