Teambewerb bildet Abschluss

19. März 2006, 10:46
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Zeitpunkt kritisiert - Modus verlangt größere Rechenarbeit

Aare - Die alpine Skiweltcupsaison wird am Sonntag mit einem Teambewerb der Nationen (9:00/12:00 Uhr) beendet. Damen und Herren kämpfen gemeinsam in einem Super G und einem Slalom um den Gesamtsieg. Das österreichische Aufgebot steht noch nicht fest. "Wir werden darüber nach den Bewerben am Samstag entscheiden", sagte ÖSV-Alpinchef Hans Pum am Freitagvormittag in Aare, während er beim Herren-Riesentorlauf, in dem es für Benjamin Raich noch um die kleine Kristallkugel ging, mitfieberte.

Maier und Dorfmeister nicht dabei

Der Teambewerb hatte 2005 bei den Weltmeisterschaften in Bormio Weltpremiere gefeiert. Für Österreich gingen Renate Götschl, Kathrin Zettel und Nicole Hosp sowie Michael Walchhofer, Benjamin Raich und Rainer Schönfelder an den Start, das ÖSV-Mixed-Team landete hinter Deutschland und vor Frankreich auf dem Silberrang.

Das Experiment Teambewerb, das seriöse Zeitvergleiche zwischen Damen und Herren zulässt, wurde als gelungen bezeichnet, beim Weltcupfinale in Schweden allerdings haben nicht alle ihre Freude damit. Von den ÖSV-Stars etwa winkte Hermann Maier schon ab, auch Michaela Dorfmeister steht nicht zur Verfügung. "Der Zeitpunkt des Bewerbes ist nicht ideal und glücklich gewählt. Am letzten Tag, da ist die Luft draußen. Die Aktiven sind darüber auch nicht so glücklich", kritisierte ÖSV-Damencheftrainer Herbert Mandl.

Komplizierter Modus

Der Modus ist der gleich komplizierte wie bei der WM vor einem Jahr. Gefahren wird in den Disziplinen Super G und Slalom (jeweils vier Rennserien), pro Nation werden pro Disziplin vier Athleten (je zwei Damen und Herren) fahren, alle bestreiten ihren Lauf auf demselben Kurs. Eine Nation darf maximal sechs Läufer nennen, es müssen aber mindestens je zwei Damen und Herren aufgestellt werden.

Gerechnet wird in Punkten, Platz 1 ist einen Punkt wert, Platz 2 zwei Punkte, wer ausfällt oder nicht startet ist Letzter seiner Rennserie. Die Nation mit den wenigsten Punkten auf dem Konto gewinnt, bei Gleichheit werden die Platzierungen in den Einzelläufen herangezogen. Wer den Durchblick wahren will, sollte also den Taschenrechner parat haben. (APA)

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