Proteste gegen Arbeits­rechts­reform: Chirac für Dialog mit Sozialpartnern

16. März 2006, 16:17
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Gewerkschaften wollen hart bleiben

Paris - Angesichts der ausufernden Proteste gegen ihre Arbeitsrechtsreform hat die französische Regierung am Mittwoch den Tarifparteien "konstruktive Gespräche" über Änderungen angeboten. Präsident Jacques Chirac rief Premierminister Dominique de Villepin auf, "einen sozialen Dialog zu beginnen" und "zu verbessern, was am Vertrag zur Ersteinstellung (CPE) zu verbessern ist".

Zugleich verteidigte Chirac den vom Parlament mit der bürgerlichen Regierungsmehrheit bereits verabschiedeten Gesetzentwurf, der die Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen soll. Der CPE ziele darauf ab, "den Teufelskreis aus Praktika, kleinen Jobs und Arbeitslosigkeit" zu durchbrechen, sagte Chirac nach Angaben eines Regierungssprechers in einer Sitzung des Ministerrats.

Für Mittwochabend beorderte Villepin das gesamte Kabinett zur Klausur in seinen Amtssitz Matignon. Dabei sollte offenbar die Strategie für die nächsten Tage abgesteckt werden. Am Donnerstag wollen Studenten und Schüler mit einem eigenen Protesttag den Druck auf die Regierung erhöhen, bevor am Samstag dann die landesweiten Proteste mit Unterstützung der Gewerkschaften folgen. (APA/dpa/AP)

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