Gewerkschaftsjugend fürchtet um Infostand

15. März 2006, 21:19
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GPA sucht seit Jänner Klärung - City-Bezirksvorstehung muss entscheiden

Wien - Ursula Stenzels Liste jener Dinge, die ihr im ersten Bezirk missfallen, ist lang.

Ein Dorn im Auge der neu gewählten Bezirksvorsteherin könnte auch der Infostand der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) vor der Universität am Dr.-Karl-Lueger-Ring sein, glauben die Gewerkschafter. Studierende können sich dort seit über zwei Jahren bei Fragen zu Arbeitsrecht, Sozialversicherung beraten lassen können.

"Viele Ansuchen"

Stenzel "will ihn weghaben," empört sich die GPA. Die Gewerkschaft vermutet, dass es Ursula Stenzel um "das Bild geht", das bei Touristen nicht gut ankommen könnte, wenn vor der Universität Stände aufgestellt sind. Tatsächlich gab es aber vom Büro Stenzel keine Reaktion dazu, obwohl die GPA seit Jänner in Briefen und Telefonaten um Klärung ersucht. Auch ein Ansuchen für den Stand hat die GPA seit der Begehung von zuständigen Magistratsbeamten gestellt. Eine Möglichkeit wäre, dass die Anträge in der Bezirksvorstehung untergegangen sind. Es kämen viele Ansuchen für Genehmigungen für Stände an, heißt es aus dem Büro Stenzel.

Die Beratung von Rechtsexperten in Sachen Arbeitsrecht sei wichtig und werde von Studenten auch in Anspruch genommen, betont Barbara Teiber von der GPA die Dringlichkeit ihrer Anfrage.

Seit Beginn ihrer Bezirksvorsteherin-Karriere versucht Ursula Stenzel so einiges aus dem Weg zu räumen, was den ersten Bezirk aus ihrer Sicht verschandeln könnte. Angefangen von Plakaten am Stephansdom, bis zur Tiefgarage am Neuen Markt. (mil, DER STANDARD Printausgabe, 15.03.2006)

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