Zu wenig Regen: England schränkt Wasserversorgung ein

22. März 2006, 09:29
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Acht Millionen Menschen im Großraum London und benachbarten Regionen betroffen

London - Mangels Regen muss in England die Wasserversorgung eingeschränkt werden. Wegen eines extrem trockenen Winters dürfen demnächst in mehreren Millionen Gärten weder Gartenschläuche noch Sprinkleranlagen benutzt werden, wie das größte britische Wasserunternehmen Thames Water am Montag mitteilte. Betroffen sind insgesamt rund acht Millionen Menschen im Großraum London und einigen benachbarten Regionen. Das vergangene Jahr gehörte in England zu den trockensten Jahren seit Beginn der Wetter-Statistiken.

Die Einschränkungen gelten nach Angaben von Thames Water - eine Tochter des deutschen RWE-Konzerns - vom kommenden Monat an. Bei Verstößen müssen umgerechnet bis zu 1.500 Euro Strafe gezahlt werden. Die Umweltbehörde Environment Agency (EA) hält es auch für möglich, dass bei weiterer Trockenheit die gesamte Wasserversorgung in den kommenden Monaten stundenweise unterbrochen wird.

Nach den Wetter-Statistiken gab es seit 1897 bisher nur zwei Jahre, die trockener waren als 2005. Die vorigen größeren Wasser- Rationierungen in England liegen bereits mehr als ein Vierteljahrhundert zurück: 1976 wurden auf den Straßen Standrohre aufgestellt, aus denen dann das Wasser ausgegeben wurde. (APA/dpa)

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