Kfz-Verkehr bringt öffentlichen Kassen 10,6 Milliarden Euro

27. März 2006, 13:10
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Der Großteil der Autofahrer-Leistungen fließt ins Bundesbudget

Wien - Eine mutwillige Eindämmung des Verkehrs wäre nach Einschätzung des ÖAMTC eine "Katastrophe" - zum einen für die Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind, und zum anderen für die heimische Wirtschaft. Heuer werde der Kfz-Verkehr der öffentlichen Hand 10,6 Mrd. Euro an Steuern, Gebühren und Mauten einbringen, während nur 3,6 Milliarden für den Kfz-Verkehr aufgewendet würden, kritisierte der Autofahrerclub am Freitag. "Damit wird ein Großteil der Autofahrer-Leistungen zum allgemeinen Nutzen dem Bundesbudget einverleibt."

Dies betreffe vor allem die Mineralölsteuer (MöSt), die 2006 rund 3,7 Milliarden Euro betragen werde. Bis 1987 sei die MöSt für Straßenbau und -erhaltung zweckgebunden gewesen. Seitdem, beklagt der ÖAMTC, wandere auch dieses Geld zur freien Verfügung in das Bundesbudget: "Allein damit sind die Investitionen der öffentlichen Hand in den Verkehr gedeckt." Zudem entspreche die MöSt bereits einer viel diskutierten Pkw-Maut, weil sie fahrleistungsabhängig sei. "Darüber hinaus ist sie flächendeckend, führt also zu keiner Mautflucht, und belohnt zudem verbrauchsgünstige Fahrzeuge", so der ÖAMTC in einer Aussendung.

Neben den Steuerleistungen haben die österreichischen Autofahrer in den vergangenen Jahren den Angaben zufolge auch rund 80 Milliarden Euro in den Kauf von umweltfreundlichen und wirtschaftlichen Autos investiert. "Es ist wirklich hoch an der Zeit, die Leistungen der Autofahrer für die heimische Wirtschaft anzuerkennen, und die ständige Belastungspolitik zu beenden", fordert der ÖAMTC.

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