Grazer Babymord: Fünftes Kind könnte noch leben

10. März 2006, 09:36
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"News" beruft sich auf Gutachten eines Gerichtspsychiaters - Staatsanwaltschaft: Beweis ist nicht möglich

Graz - Wenige Tage vor Beginn des Grazer Babyleichen-Prozesses tauchen Gerüchte auf, dass die angeklagte Mutter ein fünftes Baby ausgesetzt haben könnte. Damit würde ein Baby noch leben.

Die Spekulationen in der Zeitschrift "News" beruhen auf der Expertise des Grazers Gerichtspsychiaters Friedrich Rous, der davon ausgeht, dass das Baby in Wien ausgesetzt wurde. Die Vermutung wird dadurch erhärtet, dass zur Zeit, als in einer Toilette in Wien ein ausgesetzter Säugling gefunden wurde, die Mutter "vorübergehend" einen Bauch hatte und in Wien war.

Staatsanwaltschaft: Kein Beweis möglich

Diese Spur sei natürlich verfolgt worden, erklärte Manfred Kammerer für die Staatsanwaltschaft Graz. Da aber die Angeklagte von dieser Schwangerschaft nichts wissen will und die Adoptiveltern des Findlings einer DNA-Untersuchung nicht zugestimmt haben, kann kein entsprechender Beweis erbracht werden.

Auf dem Grundstück in Graz-Gösting und im Haus wurden vier Babyleichen gefunden. Die Frau muss sich ab 21. März wegen Tötung eines Kindes während der Geburt sowie vierfachen Mordes verantworten. Der Lebensgefährte muss sich wegen Mordes in vier Fällen verantworten. (APA)

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