Frauenmesse in Wien eröffnet

13. März 2006, 11:56
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"Nicht die besseren Männer sein" lautet das Motto der von den Ministerinnen Rauch-Kallat und Gastinger eröffneten Messe im Palais Auersperg

Wien - Unter dem Motto "Nicht die besseren Männer sein - sondern Gleichstellung beim Bekenntnis zur Unterschiedlichkeit" haben die Ministerinnen Maria Rauch-Kallat (V) und Karin Gastinger (B) am Dienstag früh die Frauenmesse im Wiener Palais Auersperg eröffnet. Die zweitägige Veranstaltung, die rund um den Internationalen Frauentag am 8. März stattfindet, wird von den drei Schwerpunktthemen Business Mentoring, Frauenprojekte und Berufsinformation dominiert.

Weitergabe von Erfahrungen

Der erste Messetag ist dem so genannten Frauen-Business-Mentoring, also der Förderung von Frauenkarrieren, gewidmet. Beim Mentoring geben erfolgreiche Frauen ihre Erfahrungen an junge Kolleginnen weiter und helfen, Kontakte zu knüpfen. Im Palais Auersperg stellen sich verschiedene Mentoring Points vor, bei denen Mentorinnen und Mentees zusammengebracht werden sollen. Am Mittwoch stehen dann unabhängige Frauenprojekte im Vordergrund, die das gemeinsame Ziel zur Gleichberechtigung von Frauen verfolgen.

Präsentation von Projekten

An beiden Tagen stellen Ministerien, Firmen und NGOs unterschiedliche Förderungs-Projekte vor und bei diversen Talk-Runden erhalten Frauen Informationen über ihre speziellen Chancen am Arbeitsmarkt. Immer wieder finden zum Beispiel auch Verlosungen statt: Die glücklichen GewinnerInnen können sich dann zum Beispiel über ein Arbeitsessen mit der Frauen- oder der Justizministerin freuen. Während der Messezeit besteht die Möglichkeit, Kinderbetreuung in Anspruch zu nehmen.

Zugang erschwert

Manko der Frauenmesse ist ihre Standortwahl, da die Ausstellungsräume nur über die Prachtstiegen zugänglich sind und es nach Angaben des Hauspersonals keinen tatsächlich auch zugänglichen Aufzug für Kinderwagen oder Rollstühle gibt. Auf Anfrage der APA betonte Rauch-Kallat zwar, dass man sich selbstverständlich extra erkundigt habe und ein Lastenaufzug zur Verfügung stehe - dieser ist aber laut Personal "eigentlich nicht zugänglich". Stattdessen stehen aber schwarzgewandete Männer mit gelber Krawatte parat, die helfen, die Stiegenhürden zu meistern.

Bei einer Pressekonferenz stellte Rauch-Kallat am Dienstag außerdem eine Studie zur Positionierung von Frauen in heimischen Unternehmen vor, bei der rund 5.500 mittlere und Großunternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten zur Frauenbeschäftigung befragt wurden. Bereits 16 Prozent der Betriebe würden demnach bereits von Geschäftsführerinnen geleitet. In drei Prozent gab es eine Frau in Vorstandsposition, so die Frauenministerin. Immerhin in knapp 83 Prozent aller rückmeldenden Betriebe gibt es mindestens eine Frau in einer Führungsposition, lautet die Bilanz. (APA)

Treffpunkt Frauenmesse 2006, 7. und 8. März im Palais Auersperg, Auerspergstrasse 8, 1080 Wien.
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