Der Sekt für Raich ist eingekühlt

10. März 2006, 07:00
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Doppel-Olympiasieger in der Gesamt-Wertung nur noch theoretisch einzu­holen - Kostelic hat vor Final-Rennen nur Pärson etwas zu fürchten

Wien - Sechs Rennen vor Saisonende kann Doppel-Olympiasieger Benjamin Raich im Gesamt-Weltcup nur theoretisch eingeholt werden, praktisch wohl nicht. Bei den Damen ist die Jagd nach der großen Kristallkugel nach dem drittletzten Weltcup-Wochenende noch etwas offener, auch wenn die Kroatin Janica Kostelic 254 Punkte vor Anja Pärson liegt. Doch die Schwedin hat als Allrounderin noch gewisse Chancen.

Raichs erste Verfolger bestreiten hingegen nicht alle Disziplinen und sind daher im Grunde bereits außer Schlagdistanz. Michael Walchhofer hat als Zweiter 329 Punkte Rückstand auf seinen Teamkollegen, ist in den beiden Slaloms am Wochenende in Shigakogen aber nicht dabei. Tritt er als 400-Punkte-Fahrer beim Slalom in Aare an, hat er noch die Möglichkeit auf maximal 400 Punkte zusätzlich - aber nur in der Theorie.

Hermann Maier hat als Dritter 410 Zähler Rückstand, auch er bestreitet noch maximal vier Rennen. Der Salzburger ist auf Grund der 100-Punkte-Regelung für einen Sieg also schon unaufholbar zurück. Bester Ausländer ist Bode Miller als Vierter, der US-Amerikaner liegt 412 Punkte zurück. Er ist damit der "schärfste" Konkurrent Raichs, müsste aber schon über sich hinauswachsen und Raich total patzen. Ähnlich sieht es beim Norweger Aksel-Lund-Svindal aus (422).

Bei so viel Theorie muss noch erwähnt werden, dass Raich schon am Samstag im ersten Teil des Slalom-Doppels mit einem Sieg alles klar machen könnte, sofern Miller und Svindal nur geringfügig punkten. Ebenso kann Giorgio Rocca an diesem Wochenende den Sieg im Slalom-Weltcup fixieren, der Italiener liegt drei Torläufe vor Schluss 144 Zähler vor dem Finnen Kalle Palander. Raich hat 240 Punkte Rückstand und hat kaum noch Chancen auf die kleine Kugel.

Zwei Damen-Slaloms in Levi

Das Rest-Programm der Damen ist das gleiche wie jenes der Herren, vor dem nächstwöchigen Finale in Aare mit Rennen in allen vier Disziplinen finden diesen Freitag und Samstag zwei Slaloms in Levi statt. Pärson muss freilich trotz ihres Könnens auf einige Umfaller von Kostelic hoffen, um den Rückstand noch aufzuholen. Es wäre schon eine Überraschung, sollte die Vierfach-Olympiasiegerin heuer nicht ihren dritten Gesamt-Weltcupsieg landen.

Außer Pärson kann nur Michaela Dorfmeister zu Kostelic aufschließen, aber wieder nur theoretisch. Mit Aare-Siegen in Abfahrt, Super G und Riesentorlauf würden der Doppel-Olympiasiegerin von Turin immer noch zwölf Punkte auf Kostelic fehlen, auch wenn diese in diesen drei Bewerben punktlos bliebe. Das ÖSV-Ass bestreitet zum Ausklang ihrer Karriere zwar auch die drei ausständigen Torläufe, jeder da gewonnene Punkt wäre für die 32-Jährige aber ein Gewinn.(APA)

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