Energie AG, Linz AG und Verbund weitestgehend einig

5. März 2006, 18:16
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Oberösterreichs Landeshauptmann Pühringer: Keine Zustim­mung zu derzeit vorlie­gendem Lösungs-Modell - Kritik an EnergieAllianz

Linz - Die Energie AG Oberösterreich (EAG), die Linz AG und der Verbund sind über ein Zusammenrücken mit dem Verbund "weitgehendst einig", sagte der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) nach einem Gipfelgespräch auf Eigentümer- und Management-Ebene der beiden oberösterreichischen Stromversorger in der Nacht auf Sonntag.

Keine Zustimmung "in der vorliegenden Form"

Pühringer erklärte, dass es "sicher nicht" zu einer Zustimmung Oberösterreichs zur österreichischen Stromlösung "in der vorliegenden Form" kommen werde.

Heftige Kritik übte Pühringer an EnergieAllianz und EVN. Er warne die bisherigen Partner in der EnergieAllianz vor Versuchen, den oberösterreichischen Kurs zu verhindern, sagte Pühringer am Sonntag.

Kritik an EVN-Hofer

Befremdet zeigte sich der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer über EVN-Generaldirektor Burkhard Hofer, der sich als Aufsichtsrat der EAG schriftlich "derart abwertend und abfällig" über die EAG geäußert habe.

Hofer hatte in einem publik gewordenen internen Brief den Verbund vor einem Zusammengehen mit der EAG gewarnt, den kolportierten Preis des EAG-Anteils (470 Mio. Euro) als überhöht und die wirtschaftliche Situation der EAG als nicht so rosig bezeichnet. Diese Kritik weise er zurück, stellte Pühringer am Sonntag fest. Hofer dürfe sich als Aufsichtsrat der EAG so nicht verhalten.

Oberösterreich sei an einer Lösung interessiert, die im Interesse der Stromkunden, der flächendeckenden Versorgungssicherheit Österreichs und der Mitarbeiter im Unternehmen sei, sagte Pühringer. Die entscheidende Frage sei, wo die EAG die bessere Zukunft habe. Diese liege in einem Zusammengehen mit dem Verbund.

Zum Zeitplan stellte Pühringer fest, bis zum 30. März könne die Mitgliedschaft in der EnergieAllianz gekündigt werden. Ein notwendiger Beschluss in der Sitzung des Oberösterreichischen Landtages am kommenden Donnerstag werde wohl nicht zu schaffen sein. Aber es sei kein Problem, eine Sitzung der Landesregierung und des Landtages mit Dringlichkeit einzuberufen. Es gebe in der Sache keine Diskussionen zwischen den politischen Parteien. (APA)

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