Abgängige Österreicher in Bolivien: Fischer schaltet sich ein

5. März 2006, 19:52
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Seit rund drei Wochen fehlt jede Spur der Weltreisenden - zwei Ermittlungsbeamte aus Österreich fahnden direkt vor Ort

Wien/La Paz - Bundespräsident Heinz Fischer hat sich in den Fall der zwei in Bolivien abgängigen Österreicher eingeschaltet. Da von Katharina Koller (25) und Peter Kirsten Rabitsch (28) seit Anfang Februar jede Spur fehlt, ersuchte Fischer den bolivianischen Staatspräsidenten Evo Morales, um Unterstützung bei der Suche nach den zwei Urlaubern und dankte für die bisherige Zusammenarbeit. Zuvor hatte schon Außenministerin Ursula Plassnik einen Brief an ihren Amtskollegen David Choquehuanca verfasst.

Mittlerweile wurde bekannt, dass zwei Verdächtige bei Behebungen mit den Bankomatkarten der Vermissten gefilmt wurden. Laut Homepage der Angehörigen sind die Konten der beiden systematisch leergeräumt worden. Am 24. Jänner hatten die Angehörigen per E-Mail den letzten Kontakt zu den Weltreisenden. Die beiden wurden zuletzt in Copacabana am Titicacasee in einem Hotel gesehen. Das Pärchen soll geplant haben, nach Santiago de Chile zu reisen. Einen bereits gebuchten Flug von dort aus nach Sydney am 6. Februar haben sie nicht erreicht.

Seit rund drei Wochen halten sich zwei Ermittlungsbeamte aus Österreich, Major Josef Kerbl von der Kriminaldirektion 1 und ein Beamter des Bundeskriminalamts (BK), zur Unterstützung der bolivianischen Behörden in La Paz auf. Das Bundeskriminalamt steht in engem Kontakt mit den Familien der Vermissten. (APA)

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