Ferrari feiert Rekordergebnisse

14. März 2006, 15:45
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2005 wird dem Sportwagenhersteller als goldenes Jahr in Erinnerung bleiben - 52 rote Boliden verkauft

Rom - Die Pech-Phase des Formel-1-Piloten Michael Schumacher belastet die Geschäfte der Autogruppe Ferrari keineswegs. Im Gegenteil, das Jahr 2005 wird dem Sportwagenhersteller als goldenes Jahr in Erinnerung bleiben. Der Umsatz kletterte um 9,7 Prozent auf 1,289 Mrd. Euro. Der operative Gewinn stieg um 13,8 Prozent auf 157 Mio. Euro, teilte das italienische Unternehmen mit.

"2005 war in wirtschaftlicher Hinsicht und was die Erschließung neuer Märkte betrifft, außerordentlich", kommentierte Ferrari-Chef Luca Cordero di Montezemolo nach Angaben der Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore" am Freitag.

Rekordabsatz in Österreich

Auch in Österreich feiert Ferrari goldene Geschäfte. Mit 52 verkauften Ferraris meldete der Sportwagenhersteller aus Maranello 2005 in Österreich einen neuen Rekordabsatz. Auch 42 Maseratis wurden verkauft. "Die Resultate 2005 entsprechen unseren Erwartungen. Der positive Trend dürfte auch im neuen Jahr anhalten, wir rechnen 2006 mit einem weiteren Zulassungsplus. Noch im ersten Halbjahr kommt das neue Zwölf-Zylinder-Modell 599 GTB auf den Markt. In dieser Zylinder-Palette sind wir in Österreich besonders stark", meinte Michael Gross, der bei Denzel für die Ferrari-Importe zuständig ist.

In Österreich ist der Enthusiasmus für die roten Flitzer besonders stark. "Über 1.000 Ferraris sind in Österreich zugelassen. Wir können mit einer starken Gruppe von Sammlern rechnen", meint Gross. Im vergangenen Jahr wurden weltweit 5.000 Ferrari-Boliden abgesetzt.

Challenge und Enzo

Das positive Ergebnis ist vor allem dem Modell 360 sowie den Sonderserien Challenge und Enzo zu verdanken, die auf dem amerikanischen und kanadischen Markt reißenden Absatz fanden. Ein Rekordwachstum wurde auch in Osteuropa (plus 92 Prozent) und Südamerika (plus 36 Prozent) verzeichnet.

Auch die Traditionsmarke Maserati, die in den vergangenen Jahren unter der Leitung von Ferrari-Boss Luca Cordero di Montezemolo saniert wurde, beschert Ferrari ein kräftiges Umsatzplus. Im vergangenen Jahr wurden 5.600 Maserati-Fahrzeuge verkauft. Vor allem in den USA wurden die Autos aus Maranello gefragt. Abgesetzt wurden in Nordamerika 2.100 Maseratis, 53 Prozent mehr als im Vorjahr. (APA)

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