Genforscher Hwang in Seoul vernommen

6. März 2006, 11:59
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Unklarheit über mögliche strafrechtliche Konsequenzen des Betruges

Seoul - Der des Betrugs beschuldigte koreanische Genforscher Hwang Woo Suk hat sich erstmals den Fragen des Staatsanwalts stellen müssen. Hwang erschien am Donnerstag wortlos zu der Anhörung in Seoul. Der Wissenschafter hatte sich seit zwei Monaten nicht mehr in der Öffentlichkeit sehen lassen.

Ob der Skandal um gefälschte wissenschaftliche Studien strafrechtliche Konsequenzen für Hwang und seine Mitarbeiter hat, ist noch offen. Ein Zwischenbericht der Staatsanwaltschaft wird der Nachrichtenagentur Yonhap zufolge in der kommenden Woche erwartet.

Die Nationaluniversität in Seoul kam im Jänner zu dem Schluss, dass Veröffentlichungen Hwangs über den angeblich ersten geklonten menschlichen Embryo und das Klonen von maßgeschneiderten Stammzellen auf gefälschten Forschungsergebnissen beruhten. Hwang hat sich für die Fälschung von Daten entschuldigt, zugleich aber erklärt, er sei von Wissenschaftern seines Teams getäuscht worden. Die Universität hat Hwang und sechs weitere Professoren in Zusammenhang mit dem Fälschungsskandal suspendiert und ein Disziplinarverfahren eingeleitet. (APA/AP)

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