Wunschimmobilie: Grasser kämpft um Bauernhof in Kitzbühel

12. März 2006, 22:34
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Wenn die derzeitige Besitzerin alle Flächen um den Hof verkauft, kann das Bauernhaus in ein Wohnhaus umgewidmet werden

Innsbruck - Finanzminister Karl-Heinz Grasser muss für seine Wunschimmobilie den Unterhirzinger Hof in Kitzbühel vielleicht doch kein Bauer werden. Der Hof wurde bereits vor Jahren aufgelassen. Wenn das Bauernhaus in ein Wohnhaus umgewidmet werden würde, könnte Grasser das Anwesen umgehend beziehen, berichtete die "Tiroler Tageszeitung". Der Gemeinderat müsste der Umwidmung im Tiroler Nobelskiort nur noch zustimmen. Das Anwesen am aufgelösten Unterhirzinger Hof gilt weiterhin als Bauernhof. Wenn die derzeitige Besitzerin jedoch alle Flächen um den Hof verkauft, obliegt es der Baubehörde zu entscheiden, ob aus dem Bauernhaus ein Wohnhaus wird. Die Baubehörde, in diesem Fall die Gemeinde Kitzbühel, hält ein "Ja" für denkbar. Der Hof sei von Bauland und Häusern umgeben, er sei der einzige Bauernhof inmitten einer Wohngegend, lautete die Begründung.

Trotz Nutzungsverbot haben Karl-Heinz Grasser und Ehefrau Fiona den Hof bereits "zur Probe" bewohnt. Gegen das Gmeindeverbot haben sowohl die Hofbesitzerin als auch Grasser Einspruch erhoben. Solange sich das Verfahren noch in Schwebe befinde, sei das Nutzungsverbot nicht rechtskräftig. Das "Probewohnen", das unentgeltlich und auf Einladung der Hofbesitzerin stattgefunden habe, sei daher "völlig legal" gewesen, versicherte Grasser-Sprecher Manfred Lepuschitz. (APA)

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    Karl Heinz Grasser mit seiner Frau Fiona Swarovski

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    Wunschimmobilie Unterhirzinger-Hof in Kitzbühel

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