Heinz muss Gewinnrückgang verdauen

14. März 2006, 15:44
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Der Ketchup-Hersteller verdiente in den ersten neun Monaten 2005/06 deutlich weniger - Hauptgrund: Geschäftsfeld-Bereinigungen

Pittsburgh - Der weltgrößte Ketchup-Hersteller H.J. Heinz hat im dritten Quartal und in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2005/06 erheblich weniger verdient als in der entsprechenden Vorjahreszeit.

Hauptgründe sind Bereinigungen und Umschichtungen innerhalb des Lebensmittelkonzerns und andere Sonderfaktoren. So habe Heinz gerade den Verkauf seiner europäischen Fischkost-Sparte für 425 Millionen Euro an die Lehman Brothers Merchant Banking und den der Tegel-Geflügelsparte an die neuseeländische Pacific Equity Partners für rund 165 Millionen Dollar (138,9 Mio. Euro) vereinbart. Diese Transaktionen sollen Ende März abgeschlossen werden, teilte die H.J. Heinz Company am Dienstag in Pittsburgh mit.

Verkauf der Gemüsesparte

Daneben sei die nordeuropäische HAK-Gemüsesparte für 51 Millionen Dollar und ein Paket von Hain-Celestial-Aktien für 116 Millionen Dollar verkauft worden. Heinz hatte sich auch von einer Sparte des HP/Lea & Perrins-Geschäfts in Großbritannien für 47 Millionen Dollar getrennt. Die Gesellschaft untersuche auch den möglichen Verkauf anderer nicht zum Kerngeschäft gehörender Geschäftsbereiche. Heinz wolle bis Ende des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2007 eine Milliarde Dollar aus den Verkäufen erzielen.

Der Umsatz stieg in dem am 25. Jänner 2006 beendeten Neunmonatsabschnitt auf 6,2 (Vorjahresvergleichszeit: 5,9) Milliarden Dollar. Dabei setzte Heinz in Europa 2,2 (2,1) Milliarden Dollar um. Der Neunmonatsgewinn fiel auf 477,7 (546,2) Millionen Dollar oder 1,39 (1,54) Dollar je Aktie. (APA/dpa)

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