Werbefachmann Schober hätte von Inseraten abgeraten

3. März 2006, 10:50
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Durch bezahlte Inserate würde authentische Berichterstattung konterkariert

Wien - Der Werbefachmann Alois Schober glaubt nicht, dass die Zeitungs-Inserate zu den Olympia-Erfolgen der Regierung etwas bringen. Wenn sich Politiker mit Sportlern bzw. bei Sportveranstaltungen zeigen, dann habe das durch die "authentische Berichterstattung" in den Medien einen enormen Werbewert. Werden aber zusätzlich Inserate geschalten, "merkt jeder, dass Absicht dahinter steckt", sagte Schober am Montag Abend in der ZiB 2.

Durch die bezahlten Inserate werde die "authentische Berichterstattung", die ein 100faches Wert sei, konterkariert, so Schober, der mit seiner Agentur Young&Rubicam schon zahlreiche Politiker beraten hat. Er hätte nicht zur Inseraten-Kampagne geraten. Grundsätzlich bringe die Präsenz bei Sportveranstaltungen allerdings schon etwas: Wenn sie Teil einer Langzeitstrategie sei, so Schober. (APA)

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