Daimler: Bei Nachfrage-Einbruch 30-Stunden-Woche denkbar

15. März 2006, 09:15
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Mitarbeiter müssten dann entsprechende Lohneinbußen in Kauf nehmen

Berlin - Der Konzern DaimlerChrysler will auf einen Einbruch der Lkw-Nachfrage notfalls mit einer Verringerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich reagieren. "Wenn alle Stricke reißen, können wir auf die 30-Stunden-Woche gehen", sagte der für Nutzfahrzeuge zuständige Vorstand Andreas Renschler der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" laut Vorab-Bericht vom Samstag. Die Mitarbeiter müssten dann entsprechende Lohneinbußen in Kauf nehmen. Dies sehe der Pakt zur Beschäftigungssicherung vor, der betriebliche Kündigungen bis zum Jahr 2012 ausschließe.

Nachfrage flacht ab

Nach einer ausgeprägten Hochphase erwarte er für das laufende Jahr noch einen stabilen Absatz, sagte Renschler. "Aber natürlich flacht sich die Nachfrage auch wieder ab." Um die Marktschwankungen abzufedern, werde der Konzern zunächst Leiharbeit oder befristete Verträge auslaufen lassen.

Renschler forderte zudem, Lastwagen mit einem höheren Gesamtgewicht zuzulassen, um das Verkehrsaufkommen zu reduzieren. "Das Gewicht ist bei uns auf 40 Tonnen beschränkt. Andere Länder haben die Grenze auf 60 Tonnen erhöht." Auch hätte bei zehn Zentimeter mehr zugelassener Höhe eine Palette mehr Platz im Lkw. "Wir fühlen in diesen Fragen in Berlin und Brüssel vor, außerdem testen wir gerade einen verlängerten größeren Lkw bei uns im Werksverkehr", sagte Renschler. (APA/Reuters)

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