Leitl "für Unterach unterwegs"

10. Juli 2006, 11:46
posten

Wirtschaftskammerpräsident bemüht sich um Chance, "dass möglichst viele Klimt-Bilder in Österreich bleiben können"

Wien - Da die Republik Österreich die Klimt-Bilder aus der Österreichischen Galerie Belvedere von den Bloch-Bauer-Erben um Maria Altmann, an die die Gemälde nach einem Schiedsspruch restituiert werden, nicht ankaufen will, hat Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl (V) selber eine Initiative gestartet. "Ich habe mich dafür eingesetzt, dass möglichst viele Klimt-Bilder in Österreich bleiben können", sagte Leitl am Dienstag Abend vor Journalisten. Diese Bemühungen sind weiter im Gange.

Leitl bestätigte, dass sich seine Gespräche auf das Gemälde "Häuser in Unterach am Attersee" konzentrierten. Er schließe aber nicht aus, "dass es andere gibt, die in Richtung Adele unterwegs sind", deutete er ohne nähere Angaben an.

Private Sponsoren

Er werde jedenfalls seinen "bescheidenen Beitrag" zu leisten versuchen, versicherte Leitl. Wie berichtet, geht es ihm dabei um Gespräche mit privaten Sponsoren, die das "Unterach"-Bild für ein oberösterreichisches Museum finanzieren könnten. Weil bei Summen in den Größenordnungen von Klimt-Gemälden ein sensibler Umgang mit Steuergeldern nötig sei, habe er sich ausschließlich auf Sponsoring eingestellt. Ganz ohne öffentliche Hand etwas zustande zu bringen sei allerdings schwierig, räumt Leitl ein. Doch "die Chance ist da, die Hoffnung lebt".

Die Bloch-Bauer-Erben haben die verlängerte Frist für österreichische Interessenten am Kauf eines oder mehrerer der fünf Klimt-Bilder mit Ende März festgesetzt. Am kommenden Montag wird der Anwalt der Erben, E. Randol Schoenberg, in Wien eintreffen. (APA)

Share if you care.