Aufwind bei Privatbrauerei Egger

7. Mai 2006, 16:52
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Das niederösterreichische Unternehmen hat sich 2005 besser als der Markt entwickelt und will mit einem Relaunch für weitere Steigerungen sorgen

Wien - Die zur Egger-Gruppe gehörende Privatbrauerei Egger mit Sitz in Unterradlberg in Niederösterreich befindet sich weiterhin im Aufwind und hat sich 2005 besser als der Markt entwickelt, wie Geschäftsführer Bernhard Prosser bei einer Pressekonferenz am Dienstag betonte. Der Marktanteil wurde - nicht zuletzt auf Grund einer Senkung der Endverbraucher-Preise - um mehr als 40 Prozent auf 3 Prozent gesteigert.

Insgesamt verzeichnete die Branche im vergangenen Geschäftsjahr ein leichtes Absatzplus von 0,6 Prozent. Bei Egger flossen im Vorjahr 460.000 hl Bier, das entspricht einer Steigerung des Gesamtausstoßes von knapp 40 Prozent gegenüber 2004 (330.000 hl).

Nach einem historischen Tiefstand beim Marktanteil von 1,8 Prozent im Herbst 2003 habe bei der Brauerei eine Umstrukturierung begonnen, die von Personaleinsparungen, über eine Senkung der Endverbraucherpreise bis zu einer völligen Neuausrichtung des Produktangebots reiche. Der Fokus liege seitdem auf den Marken Egger Naturbräu, Egger Leicht sowie Egger Radler.

Egger Premium kommt an

Viel versprechend entwickelt habe sich das speziell für die Gastronomie gebraute Egger Premium, das mittlerweile ein entscheidender Umsatzbringer für die Brauerei sei, so Prosser. Als "richtige Entscheidung" bezeichnete er auch die Aufwertung der neuen Egger-Dose, die einen Zuwachs von mehr als 25 Prozent verzeichnet habe - laut Prosser ein Rekordergebnis, das 2006 weiter verbessert werden solle.

Auch die 0,33 l Flaschen stiegen in der Gunst der Bierkonsumenten (plus 19 Prozent). Ein Minus wurde wie bereits im Vorjahr bei 0,5 Flaschenbier (- 2,4 Prozent) und Fassbier (-1,7 Prozent) verzeichnet.

Zufrieden ist die Brauerei auch mit dem Auslandsgeschäft. Der Exportanteil erhöhte sich von 5 (2004) auf 20 Prozent der Gesamtmenge. Die offensive Exportstrategie werde weiter verfolgt, betonte Prosser. Ziel des Unternehmens sei es, die Exportquote auf mindestens 25 Prozent zu erhöhen. Neben der Schweiz zählen die neuen EU-Länder zu den lukrativsten Absatzmärkten.

Neupositionierung der Marke

Für 2006 wurde eine neue Offensive gestartet, die die Marke neu positionieren soll. Im Mittelpunkt der Markt-Aktivitäten stehe das neue Egger Märzen, der nach Eigenangaben beliebteste Biertyp in Österreich. Das Märzen werde geschmacklich verfeinert und bekomme so wie andere Marken auch, ein neues Design.

"Moderner, frischer, trendiger" werde sich Egger präsentieren, so Prosser. "Weg vom traditionellen, konservativen Image, hin zu erfrischenden Farben. Statt beige gibt es nun grüne Etiketten und Kisten. Durch den optischen Relaunch wolle man die Zielgruppe um zehn Jahre verjüngen, von 50+ auf 40+. Die Investitionskosten für den Relaunch betragen rund eine Mio. Euro. (APA)

  • Insgesamt verzeichnete die Branche im vergangenen Geschäftsjahr ein leichtes Absatzplus von 0,6 Prozent. Bei Egger flossen im Vorjahr 460.000 hl Bier, das entspricht einer Steigerung des Gesamtausstoßes von knapp 40 Prozent gegenüber 2004.

    Insgesamt verzeichnete die Branche im vergangenen Geschäftsjahr ein leichtes Absatzplus von 0,6 Prozent. Bei Egger flossen im Vorjahr 460.000 hl Bier, das entspricht einer Steigerung des Gesamtausstoßes von knapp 40 Prozent gegenüber 2004.

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