AK-Test: Actimel-Werbeaktion hält nicht was sie verspricht

5. März 2006, 19:47
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Weder Nutzen für Gesundheit, noch Geld zurück - Konsumentenschützer fordern Verbot von unbeweisbarer Gesundheitswerbung

Wien - "Zwei Wochen lang ein Actimel pro Tag und Sie fühlen sich wohler. Nicht überzeugt? Sie bekommen einfach und garantiert den Kaufpreis von uns zurück" - das versprechen die Actimel-Aktionswochen von Danone. Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer (AK) haben Actimel getestet und sind zum Ergebnis gekommen, dass von 13 Testern ein Drittel kein Geld zurückbekam, wie die AK am Montag mitteilte.

"Es war nicht so einfach", beschreibt die AK-Ernährungsexpertin Petra Lehner in einer Aussendung die Erfahrungen der Actimel-Tester, bei denen keine Wohlfühlgefühl-Steigerung aufgetreten ist und deshalb den Kaufpreis zurückverlangen wollten. Konsumenten müssen die Original-Kassabelege sammeln, die EAN-Codes der Verpackungen ausschneiden und beides zusammen mit den Kontodaten und einer Begründung, warum man sich nicht wohler fühlt, an ein Postfach senden, so Lehner.

Hat jemand kein Konto, könne er bei den Aktionswochen gar nicht mitmachen, so Lehner, "denn eine Postanweisung wird nicht akzeptiert." Außerdem erfolge eine Rückzahlung nur einmal pro Haushalt.

"Treten zugesagte Wirkungen nicht ein, kann jeder sein Geld zurückfordern - auch ohne Garantie", betonte Lehner. Aber je schwammiger das Wirkungsversprechen, umso weniger Aussicht habe man mit einer solchen Forderung. Konsumenten müssten dann nämlich beweisen, dass etwas nicht wirkt. Und das sei bei Wohlfühlaussagen schwer bis unmöglich, so Lehner. Daher fordere die AK ein Verbot von allgemeiner, unbeweisbarer Gesundheitswerbung für Lebensmittel. (APA)

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