Pleite bei Amro Industrieanlagenbau

2. März 2006, 19:23
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2005 noch als "Job creating company" ausgezeichnet, weist das heimische Unternehmen heute Passiva von fast 19 Millionen Euro auf - 207 Arbeitnehmer sind betroffen

Linz - Über das Vermögen der Amro Industrieanlagenbau GmbH mit Sitz in Ried im Traunkreis (Bezirk Kirchdorf) in Oberösterreich ist am Montag das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Der Kreditschutzverband (KSV) beziffert die Passiva mit 18,89 Millionen Euro und die Aktiva mit 9,45 Millionen Euro. Von der Insolvenz sind 207 Dienstnehmer und 650 Gläubiger betroffen.

Rasches Umsatzwachstum

Als Ursachen nannte der KSV zu rasches Umsatzwachstum und Liquiditätsmangel. Das Unternehmen, dessen Hauptgeschäftsfelder Rohrleitungsbau, Umwelttechnik, Stahl- und Stahlbrückenbau sowie Isoliertechnik sind, werde vorerst fortgeführt. Es sei beabsichtigt, den Gläubigern einen Zwangsausgleich anzubieten.

Im November 2005 sei Amro bei einem internationalen Wettbewerb in Barcelona noch als "Job creating company" ausgezeichnet worden, berichtete der KSV. Das Unternehmen habe damit zu den am schnellsten wachsenden Firmen Europas gehört. (APA)

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