Einmal Auslandspraktikum, bitte

13. Oktober 2006, 13:13
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Auslandserfahrungen werden für die berufliche Weiterentwicklung immer wichtiger

Nicht nur für Berufseinsteiger bietet ein Praktikum im Ausland viele Vorteile. Neben beruflicher Praxis und Erfahrung zählt das fremdsprachliche Training zu den Zusatzqualifikationen, die sich spätestens bei der Arbeitssuche bezahlt machen. Der Andrang auf vermittelnde und fördernde Institutionen ist groß.

Praktika werden, so wie auch im Inland, normalerweise nicht bezahlt. Damit sich PraktikantInnen den Aufenthalt im Ausland auch leisten können, gibt es verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten. Dabei zählt das Leonardo da Vinci-Programm innerhalb der Europäischen Union zum wichtigsten Förderprogramm. Lehrlinge, SchülerInnen, Studierende, Graduierte und junge ArbeitnehmerInnen können aus diesen Mitteln unterstützt werden. Bei der Vermittlung und Förderung von Praktikas im Ausland helfen je nach Ausbildung des Interessenten verschiedene Organisationen.

Lehrlinge und FacharbeiterInnen

Über den Verein IFA finden jährlich über 400 Lehrlinge und FacharbeiterInnen eine Möglichkeit im Ausland zu arbeiten. IFA unterstützt die PraktikantInnen bei der Suche nach einer geeigneten Einsatzmöglichkeit, organisiert Förderungen für Reise- und Versicherungskosten, Aufenthaltskosten sowie die sprachliche und kulturelle Vorbereitung vor der Abreise. Mit diesen Unterstützungen können 80 Prozent der Fixkosten gedeckt werden, den Rest muss der Praktikant selbst übernehmen.

Die beliebtesten Länder für Praktikumseinsätze von Lehrlingen sind laut IFA der Sprache wegen Irland und England, gefolgt von Schweden und Finnland. Nach Branchen gelistet, führt ebenfalls sprachbedingt das Gastgewerbe vor technischen Berufen bei Burschen und dem Büro- und Dienstleistungssektor bei weiblichen Lehrlingen. Das Interesse für ein Praktikum im Ausland ist bei Burschen und Mädchen gleich hoch.

Job-Training in den USA

Auch private Stiftungen haben sich die Förderung von jungen Menschen in ihrer beruflichen Qualifikation zum Ziel gesetzt. Eine davon ist die Pall Mall-Foundation, die jährlich zwei Praktikumsplätze in New York vergibt und finanziell unterstützt. Die Pall Mall-Foundation übernimmt die Kosten für Flug, Unterkunft und die begleitenden Seminare zu Kultur und Geschichte der USA.

Einmal den "American Way of Life and Business" zu erleben, ist für viele junge Menschen ein lang gehegter Wunsch. Für ein Job-Training in den Bereichen Werbung und Marketing, PR und Medien, Internet und Multimedia, Hotel und Touristik, Mode und Design sowie Banken und Versicherungen bewerben sich jedes Jahr mehr als 200 InteressentInnen. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren werden dann die zwei Teilnehmer ausgewählt, die für drei Monate oder sechs Wochen in New York Berufserfahrungen sammeln können. (ost)

Info

Für Lehrlinge und Facharbeiter
IFA

Für Akademiker
DANUBE - Wien

APS - Graz

CATT - Linz

BEP - Innsbruck

Praktika in New York
Pall Mall Foundation

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    Praktikas im Ausland bieten die Möglichkeit andere Lebens- und Arbeitswelten sehen

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