Neuer Infektionsherd in Slowenien

15. Februar 2006, 13:14
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Östlich von Slovenj Gradec - Krankheit rückte weiter nach Westen - Insgesamt sechs Vögel auf H5-Virus positiv getestet

Laibach - In Slowenien breitet sich die Vogelgrippe offenbar weiter aus. Bei einer im Ort Legen fünf Kilometer östlich von Slovenj Gradec (Windischgraz) verendeten Graureiher sei das H5-Virus festgestellt worden. Rund um den neuen Infektionsherd nahe der Kärntner Grenze sei eine drei beziehungsweise zehn Kilometer breite Schutzzone erklärt worden, berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA am Dienstagabend unter Berufung auf die Laibacher Veterinärbehörden.

Damit ist die Vogelgrippe in Slowenien weiter nach Westen vorgedrungen. Da der Ort Legen mehr als zehn Kilometer von der Kärntner und steirischen Grenze entfernt ist, dürften die Schutzmaßnahmen nicht auf österreichisches Gebiet reichen.

Keine zusätzlichen Maßnahmen

Bei weiteren fünf verendeten Vögeln sei der Vogelgrippe-Verdacht bestätigt worden. Sie seien aber bei den zwei bisherigen Infektionsherden Muta und Marburg (Maribor) aufgefunden worden, sodass keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen notwendig seien. Von den Untersuchungsergebnissen seien die Bürgermeister der Städte Marburg und Slovenj Gradec sowie die österreichischen und EU-Behörden informiert worden, teilte die slowenische Veterinärbehörde (VURS) weiter mit.

Unklar sei, ob die sechs Vögel mit der für den Menschen gefährlichen Variante der Vogelgrippe (H5N1) infiziert waren. Entsprechende Untersuchungen sollen durch das EU-Referenzlabor im britischen Weybridge vorgenommen werden. (APA/STA)

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