Wissen: Adeg mittendrin

27. März 2006, 15:33
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Die Organisation hat in ihrer fast 111 Jahre alten Geschichte schon bessere Zeiten gesehen

Die Adeg-Organisation hat in ihrer fast 111 Jahre alten Geschichte schon bessere Zeiten gesehen als heute: Vor dem Großwerden des gewerkschaftlichen Konsum war die in der Steiermark gegründete "Arbeitsgemeinschaft der Einkaufsgenossenschaften" sogar einige Zeit wichtigster Lebensmitteleinzelhändler im Land.

In der jüngeren Vergangenheit tat sich Adeg mit ihrer zweistufigen Struktur - hier die Zentrale, dort eigene Filialen sowie selbstständige Kaufleute - schwer gegen Billa, Spar und die gleichermaßen preisaggressiven wie expansiven Diskonter Hofer und Lidl. Der Effekt war, dass sich seit dem Zeitpunkt, von dem an die größte deutsche Lebensmittelhandelsorganisation Edeka das Sagen hatte (2001), der Marktanteil fast halbierte - auf 8,7 Prozent.

2004 und 2005 wurden jedenfalls auch Verluste erwirtschaftet. Seit der Edeka-Übernahme gab es auch einige Wechsel an der Adeg-Spitze: Aktuell hat der Bayer und Edeka-Chiemgau-Manager Andreas Poschner (41) allein das Sagen, er muss gemeinsam mit der Unternehmensberatung Czipin Produktiv den Turnaround schaffen. Neben der Kostenstraffung sollen auch die Filialen überarbeitet werden. (szem, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 15.2.2006)

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