Alles, was die Mittelstandsfirma softwaremäßig so braucht

22. Februar 2006, 18:52
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Microsoft legt das Hauptaugenmerk heuer nicht auf das Herunterbeten der Eigenschaften neuer Produkte, sondern auf die Demonstration der praktischen Anwendung

Für alle Fans kommender technologischer Innovationen gleich zu Beginn die wichtigste Neuerung. Ja, Windows Vista und Office 12 werden auf der ITnT zu sehen sein - erstmals in Österreich und sicherlich prominent platziert. Doch liegt der Fokus nicht mehr auf einzelnen Produkten und den speziellen Features, sondern auf der Plattform mit deren Funktionalitäten.

Contoso vs. Vista

Windows Vista wird die Show gestohlen, und zwar von Contoso. Nun stellt sich die Frage: Worum handelt es sich dabei? Ein neues Hardware-Produkt oder die Eier legende Wollmilchsau im Softwareformat, die alles kann und wenig kostet?

Virtuelle Firma

Mitnichten - es geht um eine virtuelle Firma, die Microsoft bei der vergangenen CeBIT in Hannover aus der Taufe gehoben hat und die die Vorzüge und Möglichkeiten einer Gesamtlösung auf Basis von Microsofts Softwareportfolio darstellen soll. "Für uns ist es wichtig, den Nutzen in den Mittelpunkt zu stellen", sagt Franz Kühmayer von Microsoft Österreich. "Mit unserem Produktportfolio sind wir sehr breit aufgestellt, weit über Windows und Office hinaus, dies wollen wir mit Contoso zeigen." Bei dem virtuellen Unternehmen handelt es sich um einen Fahrradhersteller mit sechs Mitarbeitern und typischen mittelständischen Rollen und Aufgaben.

Aktuelle Software

Zum Einsatz kommt in den Bereichen Geschäftsführung, Vertrieb, EDV, Personal, Produktion und Finanzen derzeit aktuelle Microsoft-Software - von Windows XP über Office und die Serverprodukte Share Point, Exchange und die bekannten Datenbanken bis hin zur neuen Kundenbindungssoftware Microsoft Dynamics CRM. Die Vorteile der Lösung sind laut Kühmayer der perfekte Datenaustausch zwischen den Produkten, die Möglichkeit, vom intelligenten Mobiltelefon bis zum Bürorechner alle möglichen Endgeräte in das System einzubinden und diese unter einer gemeinsamen Software laufen zu lassen - und damit auch eine Optimierung der gesamten Geschäftsprozesse.

Einblicke

"Die Programme verstehen einander einfach perfekt", fasst der Microsoft-Manager zusammen. Wer Office versteht, käme auch schnell mit der Kundenbindungssoftware zurecht - dies bedeute niedrige Schulungskosten für das Unternehmen. In insgesamt 14 Vorträgen, die am Microsoft-Messestand - mit 22 Partnern und 450 m2 der größte auf der Messe - gehalten werden, gewähren die Mitarbeiter der virtuellen Firma Einblicke in ihren Geschäftsalltag.

Sichere Förderungen

Abgerundet wird der Messeauftritt von einer Sicherheitsberatung für Unternehmen, die dazu animieren soll, sein Netzwerk niemals ohne Firewall, Anti-Viren-Software und automatische Softwareaktualisierung zu betreiben - diese Thematik ist aktueller denn je. Weiters eine ausführliche Information zum Thema EU-Förderung von IT-Innovationen. "Von den rund 60 verschiedenen Förderprogrammen der EU, die Summen bis zu 7,5 Millionen Euro bereitstellen, wissen viele Unternehmer nichts. Wir bieten unseren Kunden daher eine Beratung an", so Kühmayer.(Gregor Kucera/DER STANDARD, Printausgabe vom 14.2.2006)

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