TV kills

10. Februar 2006, 11:56
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Aber nicht die Freude am Lesen: Studie zeigt, dass Kinder, die viel fernsehen, eher Familienkonakte vernachlässigen

Washington - Kinder, die viel fernsehen, verbringen zwar weniger Zeit mit kreativen Spielen und mit der Familie. Die Lesefreudigkeit und die Neigung zu Spielen im Freien leiden dagegen laut einer US-Studie erstaunlicher Weise nicht unter Fernsehkonsum.

Sozialkontakte dezimiert

Die Forscher der Universität von Texas in Austin und der Universität Harvard ließen Eltern von 2.900 Kindern im Alter bis zwölf Jahren die Aktivitäten ihres Nachwuchses an einem Wochen- und an einem Wochenendtag penibel aufzeichnen. Resultat: Je mehr Zeit die Kinder vor dem Fernseher verbrachten, desto weniger Kontakt hatten sie zu ihren Eltern und Geschwistern. Dies galt vor allem für Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren, die generell weniger Zeit mit den Eltern verbringen als jüngere Kinder.

Kreativen Beschäftigungen wird weiter nachgegangen

Zudem ergab die Studie laut einem Bericht der Zeitschrift "Pediatrics", dass gerade ältere Kinder, die viel fernsehen, weniger Zeit für die Hausaufgaben aufbringen. Generell litten unter der Zeit vor dem Bildschirm kreative Beschäftigungen wie etwa Malen oder Basteln, überraschenderweise aber nicht Lesen und Spielen im Freien wie etwa Fußball. Die Amerikanische Akademie der Kinderärzte empfiehlt, dass Kinder unter dem Alter von zwei Jahren überhaupt nicht fernsehen sollten. Ältere Kinder sollten nach Ansicht des Gremiums maximal zwei Stunden pro Tag fernsehen. (APA/AP)

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    Die Sogwirkung des TV-Geräts auf Kinder wirkt sich im familiären Austausch aus.

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