Erdogan: Einschränkungen für Medien nötig

2. Februar 2006, 19:30
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Türkischer Ministerpräsident: "Für die Freiheit der Presse sollte es Grenzen geben"

Berlin - Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan hat angesichts des Streits um die in Europa veröffentlichten Mohammed-Karikaturen Einschränkungen der Pressefreiheit gefordert. "Die Karikaturen über unseren Propheten Mohammed sind ein Angriff auf unsere geistigen Werte", sagte Erdogan am Donnerstag einer türkischen Agenturmeldung zufolge dem französischen Außenminister Philippe Douste-Blazy. "Für die Freiheit der Presse sollte es Grenzen geben."

Konflikte gefördert

Erdogan kritisierte, die Karikaturen förderten auf nicht akzeptable Weise Konflikte und behinderten die Bemühungen, die Kulturen einander näher zu bringen. Der gläubige Moslem hat die Beitrittsbestrebungen seines Landes immer wieder als Beleg dafür bezeichnet, dass verschiedene Religionen und Kulturen auf harmonische Weise zusammenarbeiten können.

Die Karikaturen wurden im September in einer dänischen Zeitung veröffentlicht, inzwischen aber auch in deutschen und französischen Blättern nachgedruckt. Im Islam ist die Darstellung des Religionsstifters Mohammed verboten. Die Zeichnungen werden von vielen Moslems als Verhöhnung und Gotteslästerung empfunden. (APA/Reuters)

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