Die Perlen der Alpen

18. Juli 2006, 14:24
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Siebzehn europäische Tourismusorte bauen gemeinsam ein sanft-mobiles Angebotsspektrum auf

Vom 30. bis 31. Jänner findet in Wien die europäische Fachkonferenz "Umweltfreundlich Reisen in Europa" statt. Ziel dieser Konferenz, die vom Lebensministerium, dem Infrastrukturministerum und dem Ministerium für Wirtschaft veranstaltet wurde, ist es, gemeinsam Strategien zu entwickeln, um einerseits dem steigenden Mobilitätsanspruch gerecht zu werden und andererseits der Umwelt so wenig wie möglich zu schaden.

"Die Konferenz soll die Wichtigkeit einer Weichenstellung in Richtung umweltfreundlicheren Reiseverhaltens und umweltweltfreundlicher Reiseangebote hervorheben", erklärte Umweltminister Josef Pröll. Auch der Verkehrs- und Tourismusbereich müsse einen Beitrag zu Erreichung umweltpolitischer Ziele und Verpflichtungen wie etwa dem Kyoto-Ziel, Luftqualitätsgrenzwerten, Lärmschutz, Alpenkonvention leisten und seine Verantwortung im Sinne der Nachhaltigkeit wahrnehmen, so der Minister. Als bemerkenswertes Beispiel, wie Mobilität und Umweltverträglichkeit umgesetzt werden können, gilt das Modell "Urlaub vom Auto" der Gemeinde Werfenweng. Die Salzburger Gemeinde ist eine von 17 Perlen der Alpen, die gemeinsam ein sanft-mobiles Angebotsspektrum für die Gäste aufgebaut haben. Neben Werfenweng sind italienische, französische, Schweizer und deutsche Gemeinden an dem Projekt beteiligt.

Die Vorraussetzungen um ein Teil dieser Kette zu werden, sind streng. So müssen die Gemeinden vier mal täglich mit der Bahn oder dem Bus erreichbar sein, ein Gepäckservice für die Gäste anbieten, über eine umweltverträgliche Transportmöglichkeit zu Rad- und Wanderrouten verfügen und in der Nähe eines Naturschutzgebietes liegen. Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass Anfragen potenzieller Gäste innerhalb von 24 Stunden durch die zentrale Tourismusinformation beantwortet werden.

Die Nächtigungszahlen geben Werfenweng recht. Seit Beginn des Programms vor acht Jahren sind die Nächtigungen um 56 Prozent gestiegen, der Durchschnitt lag in Salzburg bei plus 22 Prozent. (ost)
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