"Eiszeit" im ÖBB-Morgenzug: Unbeheizte Pendlerzüge im Burgenland

28. Juni 2006, 16:26
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Arbeiterkammer kritisiert Schrottgarnituren - ÖBB will Montag neues Wagenmaterial einsetzen

Eisenstadt - Frostig gestaltete sich laut Arbeiterkammer Burgenland für Pendler in diesen Tagen die Fahrt mit der Bahn nach Wien.

Fahrgäste würden bei Außentemperaturen von minus 17 Grad in ungeheizten Waggons sitzen, so die AK am Mittwoch in einer Aussendung. Betroffen seien vor allem die Morgenzüge von Deutschkreutz Richtung Wien. Bei den ÖBB hieß es dazu, auf dieser Strecke werde ab Montag neues Wagenmaterial eingesetzt.

Sieben Tarfierhöhungen

Pendlerbeschwerden, dass die Waggons bestenfalls schlecht, zumeist jedoch gar nicht beheizt seien, gebe es seit Jahren. "Diese ungeheizten Züge sind für die Pendler eine Zumutung. Wenn die Garnituren zu alt sind und Reparieren zwecklos ist, gehören sie auf den Schrott", so AK-Verkehrsreferent Reinhold Haring. Die ÖBB seien vertraglich verpflichtet, funktionstüchtige Betriebsmittel einzusetzen. Bahnpendler im Verkehrsverbund Ost hätten seit dem Jänner 2000 sieben Tariferhöhungen hinnehmen müssen.

Temperaturen unter minus 20 Grad würden auch für die Zugsgarnituren extreme Belastungen bedeuten, so eine Sprecherin der ÖBB Personenverkehr AG: "Auf der Strecke Deutschkreutz-Wien fahren ab Montag neue City-Shuttle." (APA)

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    Ab Montag sollen für die Pendlerstrecke die neuen City-Shuttles eingesetzt werden

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