Schweden könnte eine lesbische Erzbischöfin bekommen

27. Jänner 2006, 12:54
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Schwester des scheidenden Erzbischofs Hammar kandidiert für den Posten

Stockholm - Die Schwester des aus dem Amt des lutheranischen schwedischen Erzbischofs scheidenden Karl Gustav Hammar, Anna Karin, kandidiert um dessen Nachfolge. Die derzeit in Uppsala als Seelsorgerin tätige 54-jährige Seelsorgerin bekennt sich offen zu ihrer lesbischen Veranlagung.

Die Lutheranische Kirche Schwedens wählt am 15. März erstmals seit der formellen Trennung vom Staat im Jahr 2000 selbst ein neues Oberhaupt. Hammar sagte in einem Interview mit der Tageszeigung "Svenska Dagbladet" (Dienstagsausgabe), sie rechne damit, dass sie im Falle eines Weiterkommens in der Vorausscheidung der Kandidaten am 8. Februar mit der Unterstützung führender Kirchenvertreter rechnen kann.

Im vergangenen Herbst beschloss die Schwedisch-lutheranische Kirche die Einführung eines speziellen "Segnungsaktes" für homosexuelle Partnerschaften. Die Russisch-orthodoxe Kirche fror daraufhin ihre Beziehungen zur Schwedischen Kirche aus Protest ein. (APA)

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