Yline-Skandal ist anklagereif

26. Jänner 2006, 12:43
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Gutachten belastet Vorstand und Management: Verdacht auf Insiderhandel, Untreue, Betrug und Bilanzfälschung.

Knalleffekt im Skandal um den die Yline Internet Business Services AG, die 2001 den Konkursantrag stellte. Wie "News" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, ist der Fall Yline anklagereif. Im Visier von Staatsanwalt Gregor Krakow: der Gründer und Vorstands-Vorsitzende von Yline, Werner Böhm, Aufsichtsratspräsident Ernst Hoffmann, Anneliese Prem und Petra Wohlfahrt aus dem Management, die Wirtschaftsprüferin Elfriede Sixt sowie involvierte Personen aus dem Umkreis der Firma wie Börsenguru Michael Lielacher. Noch vor Jahresmitte wird der spektakuläre Fall in eine voluminöse Anklage münden.

Die Yline hat in den wenigen Jahren ihres Bestehens seit 1998 nichts produziert

Ein Gutachten des Sachverständigen Thoma Keppert, das nun dem Staatsanwalt vorliegt, belastet dabei die involvierten Personen und deckt die Mechanismen der dubiosen Yline-Geschäfte auf. Kernaussage des Gutachtens: Die Yline hat in den wenigen Jahren ihres Bestehens seit 1998 nichts produziert, aber dafür viel Geld kassiert. Es liege eindeutig "ein kridaverdächtiges Handeln in Form des übermäßigen Aufwandtreibens sowie Verschenkens bzw. Unbrauchbarmachens von Vermögen vor", so Keppert in seinem Gutachten an die ermittelnde Staatsanwaltschaft. Zudem spricht das Gutachten von "einer Vielzahl von Anhaltspunkten für tatbestandsmäßige Bilanzmanipulationen bei den Jahresabschlüssen." (red)

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