Ministerium freut sich über großes Interesse ausländischer Studierender

8. März 2007, 10:58
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"Rang Drei in der OECD" - Anteil bereits vor EuGH-Urteil konstant gestiegen - Beliebteste Städte sind Wien, Innsbruck und Salzburg

Über das große Interesse ausländischer Studierender an einem Studium in Österreich, das bereits vor dem EuGH-Urteil über den Unizugang ausländischer Studierender herrschte, freut man sich im Bildungsministerium. "Der Anteil ausländischer Studierender geht konstant nach oben. Das ist auch gut so, denn die studentische Mobilität in der EU ist etwas Gutes", begrüßt Thomas Schmid, Pressesprecher von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer, den Trend im Gespräch mit derStandard.at/Uni.

Mehr als 33.000 ausländische Studierende studierten im Wintersemester 2004 an Österreichs Universitäten, so die Statistik des Ministeriums. 18,7 Prozent aller Studierenden in Österreich kamen damit aus dem Ausland. 4.195 Studierende davon kamen im Rahmen des EU-Programms "Erasmus" nach Östereich, ergänzt Schmid.

Rang Drei in der OECD

"In der OECD liegen wir auf Rang Drei", freut sich Schmid und weist auf den geringeren Anteil in Ländern wie Großbritannien und Deutschland. Die Statistik der OECD weist zwar einen etwas geringeren Anteil aus, im internationalen Vergleich aber steht Österreich mit 13,5 Prozent dennoch an der Spitze: Einen größeren Anteil ausländischer Studierender als Österreich haben laut OECD nur Australien (18,7 Prozent) und die Schweiz (17,7 Prozent).

Die größte Gruppe unter den ausländischen Studierenden in Österreich bildeten schon vor dem EuGH-Urteil die Deutschen, dicht gefolgt von Italien und Ländern aus Ost- und Südosteuropa. Die begehrtesten Studienrichtungen sind Wirtschaft-, Sozial und Rechtswissenschaften, die meisten ausländischen Studierenden leben in Wien, Innsbruck und Salzburg.

EuGH-Urteil

Dass sich diese Zahlen durch das EuGH-Urteil und den damit verbundenen Anstieg der Zahl deutscher Studierender an den österreichischen Medizinunis signifikant ändern wird, damit rechnet Schmid nicht. Bezogen auf die Gesamtzahl der Studierenden würden die Studienplätze an den Medizinunis nämlich nicht so ins Gewicht fallen.

Während die österreichischen Universitäten in den vergangenen Jahren also immer internationaler wurden, so blieb eine andere tertiäre Bildungseinrichtung davon nahezu unberührt: Von 23.394 Fachhochschülern kamen 1.249 aus dem Ausland, ein Anteil von weniger als 6 Prozent. "An den Fachhochschulen ist der Anteil ausländischer Studierender relativ gering", bestätigt Schmid. Man müsse allerdings berücksichtigen, dass Fachhochschulen erst relativ neu seien.

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    Aus Deutschland und Italien kommen die meisten ausländischen Studierenden an Österreichs Universitäten.

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