Simon-Wiesenthal-Zentrum wirft Chavez Antisemitismus vor

24. Jänner 2006, 13:31
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Entschuldigung für Äußerung über Juden verlangt

Buenos Aires - Das Simon-Wiesenthal-Zentrum hat Äußerungen des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez über Juden als antisemitisch kritisiert und eine Entschuldigung verlangt. In einem am Montag in Buenos Aires veröffentlichten Protestbrief an den Präsidenten kritisierte das Zentrum, dass sich Chavez in seiner Ansprache am Heiligen Abend "zwei Hauptargumente des Antisemitismus" zu eigen gemacht habe: dass die Juden Jesus Christus umgebracht hätten und dass sie in großem Stil Vermögen horteten.

"Diese beiden Argumente wurden über 2000 Jahre hinweg als Vorwand für die grausame Verfolgung und die Ermordung von Juden benutzt", heißt es in dem Brief. Der venezolanische Präsident hatte am 24. Dezember gesagt: "Die Welt gehört jedem einzelnen, aber es scheint so, als ob Minderheiten - die Nachkommen derer, die Christus ans Kreuz geschlagen haben - sich den ganzen Wohlstand der Welt genommen haben." (APA)

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