"Mozart, c'est moi"

6. Juni 2006, 18:30
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Franzose Max Geneve vermischt in seinem Roman Erlebnisse eines Musikwissenschafters mit jenen Mozarts und konstruiert Parallelen

Paris - Die anlässlich seines 250. Geburtstags bereits reichliche Liste an Mozart-Neuerscheinungen ist in Frankreich durch einen Roman über den Salzburger Komponisten angereichert worden. Der Schriftsteller Max Geneve, der im Vorjahr für "Le Violoniste" mit dem Literaturpreis "Livres et musiques" ausgezeichnet wurde, veröffentlicht im Verlag Zulma das 272 Seiten starke Buch "Mozart, c'est moi" ("Mozart bin ich").

Konstruierte Parallelen zwischen einem Musikwissenschafter und Mozart

Der in der Gegenwart spielende Roman handelt vom erfundenen Musikwissenschafter Cornelius Pappano, einem bedingungslosen Mozart-Fan, der sich mit Studie über die letzten Lebensjahre des Musikgenies befasst. Dabei verliebt sich Pappano in eine Kollegin, deren Werk über den geheimniswollen Tod Mozarts großes Medienaufsehen erregt. Der Autor vermischt die Erlebnisse Pappanos mit jenen Mozarts und konstruiert dabei in einem chronologischen Abstand von 250 Jahren zahlreiche Parallelen.

Max Geneve, mit bürgerlichem Namen Jean-Marie Geng, kam 1945 im elsässischen Mülhausen zur Welt und lebt in Straßburg. Der Autor studierte Philosophie und Soziologie, interessiert sich in seinem literarischen Werk allerdings stark für die Welt der Musik. So veröffentlichte er 1992 bereits "Le compositeur" (Edition Flammarion), gefolgt 1995 von "Le chateau de Bela Bartok" (Edition Zulma) und "Les treize morts d"albert Ayler" (Serie Noire, 1996), das dem gleichnamigen Saxofonisten aus New York gewidmet ist. (APA)

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    buchcover: zulma
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