Winter in ganz Europa

31. Dezember 2005, 17:06
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Mehrere Autobahnen in Frankreich geschlossen - auf der Iberischen Halbinsel herrschte Nachtfrost

Wien - Kurz vor dem Jahreswechsel ist über weite Teile Europas tiefer Winter hereingebrochen:

Heftige Schneefälle gab es auch in Italien, Frankreich, Spanien, Deutschland und Ungarn. In Polen starben 20 Menschen, in Rom erfror ein Obdachloser auf dem Bahnhof Termini.

In Polen forderte die Kälte zahlreiche Tote. In den vergangenen zehn Tagen seien 22 Menschen durch Unterkühlung ums Leben gekommen, teilte die Polizei am Freitag mit. Nach einer ersten Kältewelle im Oktober stieg damit die Zahl der Todesopfer auf 85. Fast die Hälfte von ihnen waren Obdachlose. Am Freitag gingen heftige Schneeschauer auf den Süden des Landes nieder, die zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führten.

Spanien

Im Norden Spaniens mussten am Freitag in den Regionen Kantabrien und Navarra nach heftigem Schneefall vier Bergpässe gesperrt werden. Zwölf weitere Bergübergänge waren nach Angaben der Behörden nur mit Schneeketten zu befahren. Im Norden und im Zentrum der Iberischen Halbinsel herrschte Nachtfrost. In den Pyrenäen wurde eine Tiefsttemperatur von minus 19 Grad gemessen.

Frankreich

In Frankreich mussten am Freitag mehrere Autobahnen im Norden des Landes geschlossen werden. In der Bretagne kam es bei Rennes nach Angaben der Präfektur auf eisglatten Straßen zu dutzenden von Unfällen, bei denen es jedoch nur Blechschäden gab. Bei Le Havre wurde der Verkehr für Lastwagen gesperrt.

Ungarn

Viel Schnee gab es auch in Ungarn: Vor allem im Westen des Landes kam es wegen Schneeverwehungen am Freitagmorgen zu Verkehrsbehinderungen. Eine Massenkarambolage auf der ungarischen Autobahn M1 bei Györ forderte zwei Menschenleben und mindestens sieben Schwerverletzte. Laut ÖAMTC waren 44 Fahrzeuge in den Crash verwickelt, die Autobahn war in den frühen Nachmittagsstunden auf einer Länge von etwa zehn Kilometern in beiden Fahrtrichtungen gesperrt.

Deutschland

In Deutschland führte der Schnee vor allem im Norden und Osten zu Verkehrsbehinderungen. Die Zahl der Unfälle hielt sich nach Polizeiangaben in Grenzen, meist blieb es bei Blechschäden. (APA)

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