Linz: Bedarf an Kinderbetreuung schön gefärbt

28. Dezember 2005, 12:07
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SP-Frauenchefin Ablinger: Beinahe die Hälfte der Frauen wünscht sich bessere Strukturen

Linz - Kritik (siehe Kasten) an der kritiklosen Schönfärberei der Elternbefragung 2005 kommt auch von der SP-Frauenvorsitzenden Sonja Ablinger. "Bei solchen Befragungen werden stets nur Eltern befragt, die es sich bereits irgendwie gerichtet haben, bzw. richten mussten. Also Eltern, die für ihr Kind einen Platz in einer Betreuungseinrichtung bekommen haben und allfällige Betreuungslücken zu gewissen Zeiten, oder einen fehlenden warmen Mittagstisch individuell, meist mit Hilfe von Großeltern, kompensieren", zeigt Ablinger auf und verweist auf eine SORA-Studie im Auftrag der SPÖ-Frauen, bei der ein breiterer Kreis, nämlich Frauen zwischen 18 und 39 Jahren, befragt wurden.

Ergebnisse

44 Prozent dieser Frauen meinten, dass bessere Kinderbetreuungsmöglichkeiten ihr Leben sehr oder ziemlich erleichtern würden und 35 Prozent der befragten, nicht berufstätigen Oberösterreicherinnen gaben an, deshalb nicht berufstätig zu sein, weil sich Arbeit und Kinderbetreuung nicht vereinbaren lassen.

"Auch die Elternbefragung des Landes fällt auf den zweiten Blick nicht ganz so rosig aus, wie das weisgemacht werden soll", so Ablinger. Zu teuer, kein Platz, zu wenig Information, Öffnungszeiten passen nicht, Angebot entspricht nicht, oder die Betreuungseinrichtung ist zu weit entfernt, nennen 27,8 Prozent der Eltern von unter Dreijährigen und 37,3 Prozent der Eltern von Volksschulkindern als Gründe, die gegen eine außerhäusliche Betreuung sprechen.

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