Kardinal Schönborn ruft zu Solidarität auf

29. Dezember 2005, 16:19
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"Der große Grundwert, den wir zu Weihnachten in Erinnerung rufen"

Wien - Der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn hat am Samstag in der ORF-Sendung "Licht ins Dunkel" zur Solidarität aufgerufen. "Der große Grundwert, den wir zu Weihnachten in Erinnerung rufen, ist die Solidarität", so der Kardinal wörtlich. Österreich sei ein sehr wohlhabendes Land. Trotzdem gebe es auch Not und Armut. Er unterstütze daher auch die Appelle der Caritas, mehr gegen die Armut in Österreich zu unternehmen.

Schönborn stellte einmal mehr klar, dass beim jüngsten Rom-Besuch der Papst den österreichischen Bischöfen nicht "den Kopf gewaschen" habe. Die Bischöfe seien bemüht, einen kritischen Blick auf die Kirche in Österreich zu werfen. Schließlich gehe der Messbesuch dramatisch zurück und gebe es immer weniger Priesterberufungen. "Der Papst hat mit uns diese Sorgen geteilt", betonte der Kardinal. Der Papst habe aber auch das viele Positive in der Kirche Österreichs hervorgehoben.

Im Hinblick auf die bevorstehende EU-Präsidentschaft äußerte der Erzbischof die Hoffnung, dass Österreich seine bewährte Vermittlerrolle wahr nehmen wird. Es gelte, aus dem EU-Projekt das Beste zu machen. "Österreich hat viel zu geben", so Schönborn. (APA)

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    Kardinal Schönborn - hier mit Bundespräsident Heinz Fischer am Donnerstag - rief auf, mehr gegen Armut zu unternehmen.

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