Rottenbergs Boulevard: Kein Racheakt eines Abservierten

21. Dezember 2005, 19:07
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Natalia Corrales-Diez hat mit profil-Herausgeber Christian Rainer "sicher nicht Schluss gemacht"

Er habe, betont Christian Rainer, doch gar keinen Grund, Natalia Corrales-Diez fertig zu machen. Oder bloßzustellen. Denn die einstige Verlobte von Finanzminister Karl-Heinz Grasser (die erstmals zu "echten" Schlagzeilen gekommen war, als sie parallel zum Publikwerden der ersten Grasser-Swarovski-Flughafenknutschfotos den Porsche eines Gönners an einen Alleebaum setzte) hat mit ihm, dem profil-Herausgeber, "sicher nicht Schluss gemacht". Und zwar aus einem simplen Grund: "Welche Beziehung soll das denn gewesen sein?" Kurzum: Alle Mutmaßungen in Societykreisen sind falsch.

Denn jene nicht namentlich gezeichnete Kolumne im vorwöchigen profil, in der Frau Corrales-Diez nach allen Regeln der Kunst "betoniert" wurde - Textauszug: "Dass Corrales bei ihren City-Auftritten dermaßen scheu ist, dass sie die Paparazzi im Vorfeld telefonisch bestellt, um dann peinlich berührte Herren als mögliche Zukünftige zu outen, ist eines der wenigen Geheimnisse, die sie (. . .) nicht verrät" - ist nicht die Retourkutsche eines in seiner Männlichkeit gedemütigten Mannes. Rainer: "Das ist Quatsch." Auch, weil die Kolumne nicht von ihm geschrieben worden ist: "Das war Angelika Hager." Und Hager habe - als Polly Adler im Kurier - Frau Corrales schon früher gegeißelt. "Aber halt verklausuliert." Ob das im eigenen Blatt - unverblümt, mit Namen und Foto - nicht doch seltsam riecht? Rainer bricht dem weisungsfreien Journalismus eine Lanze: "Ich würde einer Angelika Hager nie anordnen, etwas zu schreiben. Oder etwas nicht zu schreiben."

Nebenbei: Diesen Montag präsentierte der Kurier den neuen Mann an Corrales-Diez' Seite (SCS-Vorstand Maurizio Totta). Aber das hat mit alldem gar nichts zu tun. (DER STANDARD - Printausgabe, 21. Dezember 2005)

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