Kärnten: Vierjähriger von Reisebus überrollt

21. Dezember 2005, 16:11
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Rumänische Erntehelfer waren auf dem Weg nach Spanien - Mutter wollte schwer verletzten Buben mitnehmen

Klagenfurt - Zu einem Aufsehen erregenden Vorfall ist es am Dienstag auf einem Rastplatz neben der Südautobahn in Kärnten gekommen: Ein vierjähriger rumänischer Bub wurde von einem Reisebus überrollt. Trotzdem wollte die Mutter, eine Erntehelferin, mit dem schwer verletzten Kind die Fahrt nach Spanien fortsetzen. Ein Zeuge alarmierte aber die Polizei. Der Bub wurde ins LKH Klagenfurt gebracht.

Der tragische Zwischenfall ereignete sich gegen 11.00 Uhr auf dem Parkplatz der "Griffen-Rast" im Bezirk Völkermarkt. Nachdem die Rumänen den Bus verlassen hatten und sich in den Gastronomiebetrieb begaben, wollte der Chauffeur zur daneben liegenden Tankstelle fahren. Er übersah jedoch den Vierjährigen, der unter die Räder geriet.

Schwere innere Verletzungen

Wie ein Sprecher des ÖAMTC gegenüber der APA mitteilte, habe man keinen Arzt gerufen, da beim Buben äußerlich keine Verletzungen festgestellt worden seien. Zum Glück habe jedoch ein Zeuge den Vorfall beobachtet und die Polizei verständigt, die sofort die Rettung alarmiert habe. Die Notärztin des Rettungshubschraubers habe sich 20 Minuten um den Buben gekümmert und ihn auch intubieren müssen. Konstatiert wurden offensichtliche schwere innere Verletzungen und ein Armbruch.

Der vierjährige Rumäne wurde ins LKH Klagenfurt gebracht. "Er hätte vermutlich nicht einmal mehr die Fahrt durch Kärnten überstanden", sagte der ÖAMTC-Sprecher. (APA)

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