Deutsches BKA dementiert Eskorte für Verdächtigen zum Schutz vor CIA

25. Dezember 2005, 11:37
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Grund für die Begleitung Seyams sei "ausschließlich die Vorbereitung exekutiver Maßnahmen in Deutschland"

Berlin - Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) hat Berichten widersprochen, Beamte hätten im Sommer 2003 einen terrorismusverdächtigen Deutschen vor dem Zugriff durch den US-Geheimdienst CIA geschützt. Die Wochenzeitung "Die Zeit" hatte zuvor berichtet, den gebürtige Ägypter mit deutschem Pass, Reda Seyam, sei von BKA-Beamten von Indonesien nach Deutschland eskortiert worden.

Seydam war Mitte September 2002 in Indonesien verhaftet und bereits damals vom CIA verhört worden. Als er nach zehnmonatiger Haft freikam, habe es "Weisung aus Berlin gegeben" darauf zu achten, "dass Seyam nicht weggeschnappt wird", zitiert die "Zeit" einen Sicherheitsexperten.

Das BKA widersprach dieser Darstellung. Der Grund für die Begleitung Seyams sei "ausschließlich die Vorbereitung exekutiver Maßnahmen in Deutschland", gewesen, sagte eine BKA-Sprecherin der "Netzeitung". Es sei um die "Sicherstellung weiterer Ermittlungen" gegangen. Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen Seyam inzwischen wegen Terrorismusverdachts. (APA)

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