Heimische Stromversorgung war kurzzeitig gefährdet

20. Dezember 2005, 08:56
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Technisches Gebrechen in der Gasregelstation in Reichersdorf

Wien - Die gesamte Österreichische Stromversorgung war am vergangenen Montag für einige Stunden in Gefahr. Ein technisches Gebrechen in der Gasregelstation in Reichersdorf (NÖ) verursachte einen Abfall um 400 Megawatt. Die Kohlekraftwerke sprangen in die Bresche, konnten die fehlenden Kapazitäten ausgleichen und damit das Schlimmste verhindern, so die "Neue Kronen Zeitung" (Dienstagausgabe).

400 Megawatt entsprechen etwa der Leistung eines großen Donau- Kraftwerkes oder acht Mal jener der Turbinen am Ottensteiner Stausee. In Reichersdorf fehlte plötzlich Gas, das für die sonst übliche Leistung notwendig gewesen wäre, berichtete Stefan Zach vom NÖ Energieversorger EVN im APA-Gespräch. "Die Kohlekraftwerke waren die Rettung." Es mussten auch geringe Mengen Strom aus dem Ausland zugekauft werden.

Entscheidender Faktor dafür, dass es dennoch zu keinem Totalausfall gekommen ist, war laut Zach der "flexible Mix" aus Wärmekraft (Kohle, Gas), Wasserkraft und Alternativenergie (vor allem Energiegewinnung aus Wind und Biomasse), auf den in Österreich gesetzt werde. (APA)

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