Österreich liefert Sensation gegen Dänemark

30. Dezember 2005, 10:34
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Der Olympiasieger wurde 42:35 geschlagen, trotzdem darf gegen Brasilien nicht verloren werden, um die Hauptrunde zu schaffen

St. Petersburg - Österreichs Handball-Damen haben am Freitag bei der WM in Russland sensationell Olympiasieger Dänemark besiegt. Die Mannschaft von Teamchef Herbert Müller fegte in St. Petersburg in ihrem vierten Match der Vorrunden-Gruppe C die Skandinavierinnen mit 42:35 (23:17) vom Parkett. Der Aufstieg in die Hauptrunde wurde damit jedoch noch nicht fixiert, dafür notwendig ist am Samstag (15:00 Uhr/live TW1) zum Vorrunden-Abschluss gegen Brasilien ein Sieg oder ein Remis.

Die hoch favorisierten Däninnen erwischten wie in den Partien zuvor einen schwachen Start, die Österreicherinnen lagen rasch 3:1 in Front. Bereits nach zwölf Minuten nahm Dänemark ein Timeout, doch der gewünschte Effekt blieb aus, denn die Österreichinnen gingen mit einer klaren 23:17-Führung in die Pause. "Wir hatten auf alles eine Antwort. Alles was die Däninnen probiert haben, haben wir mit Toren beantwortet", jubelte ÖHB-Generalsekretär Martin Hausleitner.

Vor allem dank der einmal mehr überragenden Top-Werferin Tanja Logwin, die diesmal 15 Mal traf, ließ sich die Truppe des deutschen Teamchefs Herbert Müller auch nach der Pause nicht aus der Erfolgsspur werfen, zwischenzeitlich führte man sogar 38:28 (54.). Als Dänemark im Finish alles auf eine Karte setzte, lief auch Torfrau Natalja Rusnatschenko zur Hochform auf.

Obwohl die Däninnen bereits als Aufsteiger feststanden, wollte man beim ÖHB nichts von einer angezogenen Handbremse bei Dänemark wissen. "Alle Spielerinnen waren dabei, sie wollten unbedingt gewinnen. Denn jetzt haben sie höchstwahrscheinlich zwei Punkte für die Hauptrunde verschenkt", so Hausleitner, der vor zu viel Euphorie warnt. "So schade es ist, wir müssen dieses Spiel abhaken. Denn jetzt zählt nur ein Erfolg gegen Brasilien."

Auch Teamchef Müller war nach dem ersten Erfolg gegen Dänemark seit 15 Jahren begeistert: "Unglaublich. Das war ein sensationeller Sieg. Wir haben Dänemark aus der Halle geschossen. Wir waren hoch motiviert und haben auf alles, was die Däninnen probiert haben, eine Antwort gewusst." Doch auch der Teamchef weiß: "Wir müssen diese Sensation ad acta legen, denn gegen Brasilien müssen wir gewinnen, sonst war der Erfolg heute vergebens." (APA)

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    Österreichs Simona Spiridon setzt sich entschlossen gegen die Dänin Katrine Fruelund durch.

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