DVD-Brenner ziehen das Kopieren von Musik-CDs künstlich in die Länge

10. März 2006, 17:33
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Hersteller verlangsamen Import von Audio-CDs absichtlich auf ein Zehntel der sonst üblichen Geschwindigkeit

Das Vervielfältigen von Musik-CDs wird immer schwieriger. Laut der Zeitschrift "Macwelt" schlagen sich nun auch die Hersteller von DVD-Brennern offensichtlich auf die Seite der Musikindustrie und erschweren illegale Raubkopien. Ein aktueller Test von vier DVD-Brennern unter 100 Euro beweist, dass einige Brenner-Hersteller die Lesegeschwindigkeit von Musik-CDs absichtlich auf ein Zehntel der sonst üblichen Geschwindigkeit reduzieren. So schalten beispielsweise beim Einlesen einer Audio-CD der Toshiba SDR5472C sowie der Samsung SH-W162 von 40fachem Tempo auf vierfache Geschwindigkeit herunter und ziehen somit den Kopiervorgang künstlich in die Länge.

Kompatibilitätsprobleme

Ein weiteres Ergebnis im Test ist, dass Kompatibilitätsprobleme zwischen den unterschiedlichen DVD-Medien inzwischen ausgeräumt sind. Alle Testkandidaten unterstützen problemlos die Formate DVD-R/RW und DVD+R/RW und kommen auch mit 8,5 Gigabyte umfassenden Double-Layer-Rohlingen gut zurecht.

Hohe Brenngeschwindigkeit bei leisem Betrieb

Sieger im "Macwelt"-Test ist trotz seiner langsamen Lesegeschwindigkeit bei Audio-CDs der Toshiba SDR5472C. Der Grund: Der Toshiba bietet bei allen Formaten eine hohe Brenngeschwindigkeit bei leisem Betrieb. Wer dagegen einen DVD-Brenner sucht, der auch beim Import von Musik-CDs eine hohe Leserate bietet, sollte einen Blick auf den Pioneer DVR-110 werfen. Der rund 60 Euro DVD-Brenner empfiehlt sich zudem für alle Anwender, die DVD-RAM-Medien einsetzen wollen. (red)

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