Klärung über TW1-Struktur in den nächsten Wochen

27. Dezember 2005, 17:16
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Novelle des ORF-Gesetzes am Dienstag im Parlament - Wrabetz: "EU-konforme Ausgestaltung" wichtig

Mit der Novelle zum ORF-Gesetz, die am Dienstag im Nationalrat abgesegnet wird, bekommt die kommerzielle ORF-Tochter TW1 ein öffentlich-rechtliches "Sport-Fenster". "Die genaue Struktur wird in den nächsten Wochen geklärt", sagte Alexander Wrabetz, Kaufmännischer Direktor des ORF, am Dienstag auf APA-Anfrage. "Die Haupterfordernis liegt in der klaren EU-konformen Ausgestaltung."

Klar unterscheiden, was ORF-Sport, was Sport-Spartenkanal und was TW1 ist

Die Transparenzrichtlinie der EU schreibt vor, dass gebührenfinanzierte Aktivitäten von öffentlich-rechtlichen Sendern rechnungsmäßig strikt von kommerziellen Unternehmungen zu trennen sind. Diese Regel ist ein beliebter Hebel für private Konkurrenten, wenn es darum geht, sich bei der EU-Wettbewerbsbehörde über öffentlich-rechtliche Sender zu beschweren. "Es muss ganz klar zu unterscheiden sein, was ORF-Sport, was Sport-Spartenkanal und was TW1 ist", so Wrabetz. Eine Arbeitsgruppe soll diese Fragen klären.

Derzeit ist auf TW1 "im Durchschnitt drei bis vier Stunden Sportprogramm" zu sehen, so Wrabetz. "Optisch getrennt ist es bereits", denn die Sportsendungen sind mit dem "ORF-Sport"-Logo versehen. "TW1 wird sicher TW1 bleiben, da wird sich am Markenauftritt sicher nichts ändern", so der Direktor zur künftigen Positionierung. "Aus meiner Sicht würde ich auch keinen Grund sehen, dass man von der guten ORF-Sportmarke abgeht." Dies werde indes die Arbeitsgruppe erörtern. Produktionskostenzuschüsse bei Übertragungen werde es auch künftig geben, so Wrabetz, "im Rahmen der Bestimmungen des ORF-Gesetzes". (APA)

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