Rumsfeld kritisiert Berichterstattung in den Medien

7. Dezember 2005, 22:38
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US-Verteidigungsminister gegen Ausdruck "Aufständische"

Washington - US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat die Berichterstattung über den Irak-Krieg kritisiert. Er verstehe, dass es oft einen großen Druck gebe, eine dramatische Geschichte zu erzählen, sagte Rumsfeld am Montag in Washington.

Mit Berichten über Bomben- oder Terroranschlägen könne man diesem Interesse zwar auf einfache Art und Weise entgegen kommen, aber es werde nicht immer ein genaues oder vollständiges Bild der Ereignisse gezeichnet. Nicht nur die Regierung, sondern auch die Medien müssten Rechenschaft ablegen.

Bei seiner Kritik an der Berichterstattung stößt sich Rumsfeld auch an dem Wort "Aufständische". Dieses Wort verleihe ihnen eine Rechtmäßigkeit, die sie nicht hätten. Die Iraker hätten "alle Möglichkeiten der Welt", um ihre Regierung auf friedliche Art und Weise bei den kommenden Wahlen in zwei Wochen zu ändern.

Außerdem wird das Wort "Aufständische" nach den Worten von Rumsfeld nicht der Tatsache gerecht, dass es sich um eine Ansammlung verschiedener Personen handele, die gegen jede Demokratisierung seien. Dazu gehörten beispielsweise Vertreter des Regimes von Ex- Diktator Saddam Hussein, Kriminelle, Terroristen sowie Sunniten, die jahrelang den Irak dominiert hätten und jetzt in der Minderheit seien. (APA/dpa)

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