Niederösterreich setzt weiter auf Radler

7. Dezember 2005, 20:34
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Schwerpunkt liegt auf grenzüberschreitenden Radwegen und Ausbau der Gastronomie

Wien - Das Land Niederösterreich wird auch in Zukunft stark auf die Radtouristen setzen. Allein deshalb würden in den kommenden Jahren weitere 16 Millionen Euro in den Ausbau des Wegenetzes fließen, sagte Tourismuslandesrat Ernest Gabmann (VP) am Montag in Wien. 48,5 Millionen Euro seien bisher investiert und Routen mit einer Gesamtlänge von 3300 Kilometern seien errichtet worden.

Radfahren zähle neben Gesundheitstourismus und Wein zu den wichtigen Segmenten im Fremdenverkehr des Landes, betonte Gabmann bei dem von ihm initiierten internationalen Symposium "Radtourismus in Niederösterreich", das am Montag im Palais Niederösterreich in Wien stattfand.

Gabmann erinnerte dabei daran, dass mit dem Donauradweg und dem Eurovelo 9 "zwei der wichtigsten Routen Europas durch Niederösterreich führen". Die bereits definierten sieben touristischen Hauptradstrecken - dazu zählen auch die Kamp-Thaya-March-Route, der Traisental-/Gösental-, Piestingtal-, Triestingtal und der Thermenradweg - sollen in ihrer Infrastruktur weiter verbessert und auch das Angebot in der Gastronomie vergrößert werden.

Internationalisierung

Ein großes Anliegen, so Gabmann, sei ihm, "dass wir eine Internationalisierung einleiten". Europas Radwegenetz soll daher gemeinsam gestaltet werden. Mit Tschechien gebe es bereits Pläne für acht grenzüberschreitende Routen. Immerhin geben die Radtouristen - wenn sie übernachten - pro Tag im Schnitt 87 Euro aus. "Ein hoher Wert", so Gabmann.

Niederösterreich wird aber auch zunehmend eine Destination für Erholung suchende und gesundheitsbewusste Urlauber, bereits 28 Prozent der Nächtigungen - etwas mehr als 1,5 Millionen Euro - fallen in den Bereich Wellnesstourismus. Österreichweit beträgt der Anteil der Wellnessgäste rund zehn Prozent. Darum setzt man in Niederösterreich auf Qualität, vier Betriebe sind bereits mit dem so genannten "Best Health Austria"-Gütesiegel zertifiziert. (APA, red, DER STANDARD-Printausgabe 06.12.2005)

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