Brauchbares für Leser und Surfer

1. Dezember 2005, 15:21
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Über nützlicher Sitz-Fragen und längst überfällige Kommentar-Fotos

Das Standard-Möbel für Leser

Die Sitz-Frage kommt erst. Denn am Anfang setzt sich ja jeder so hin, wie man es als Kind lernt: Füße auf den Boden, Rücken an der Lehne. Denn die individuell beste Knotzposition ist nicht planbar. Sie ergibt sich. Sie wächst. Im Gegensatz zur Be-Sitz-Hierarchie. Da gilt "first come - first sit". Deshalb wartete Ilse Mang Dienstagmorgen mit dem Platznehmen gerade, bis ihr Freund Peter Goigner und ihre Mitbewohnerin Maria Schlichtenmaier den Wittmann-Fauteuil knapp über dem Boden hatten: Die Diplomandin hat das "Nonikat" (die acht anderen von Wittmann exklusiv für den STANDARD fabrizierten Sitzgeräte leisten bei Veranstaltungen Dienst) in einem im RONDO ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen. "Ich habe erklärt, dass ich im Diplomschreibestadium bin. Da heißt es: lesen, lesen, lesen. Da muss man gut sitzen." Nebenbei: Dass das Wittmann-Edelding zum schnöden TV-Sessel verkommt, ist ausgeschlossen: Mangs WG ist fernseherfrei.

Das STANDARD-Foto für Surfer

Eigentlich ist dieser Blog ja eine logische Entwicklung. Weil das Drumherum oft mehr erzählt als jene Ansichten, die dann der tägliche Sachzwang des Zeitungsbildermachens das Licht der Druckerpressen sehen lässt. Und weil es um viele dieser kleinen Bilder ewig schade wäre, hat STANDARD-Fotograf Matthias Cremer vor ein paar Tagen beschlossen, ein "Fotoblog" zu führen: Unter derStandard.at/photoblog zeigt Cremer, was ihm täglich länger als etwa eine Sechzigstelsekunde im Bewusstsein bleibt - und warum. Fotokommentare zu Kommentarfotos - und zwar mit dem Zusatz, dass es auch bei Bildern möglich ist, Tatsachen und Meinung zu trennen. (Thomas Rottenberg, DER STANDARD Printausgabe, 30.11.2005)

  • Das dienstliche Auge: Matthias Cremers Sicht
    foto: cremer

    Das dienstliche Auge: Matthias Cremers Sicht

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