Müttern wird es schwer gemacht, berufstätig zu sein

29. November 2005, 14:25
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AKNÖ-Präsident Staudinger: Hunderte Frauen nahmen Infotage für WiedereinsteigerInnen in Anspruch

Wien - Wie lange bekomme ich Kinderbetreuungsgeld? Wo finde ich einen Job, von dem ich leben kann? Wie lange habe ich Kündigungsschutz? Wie kann ich Elternteilzeit beantragen? Diese und viele weitere Fragen wurden von 22. bis 25. November bei den telefonischen Infotagen gestellt, die von AKNÖ, AMS NÖ und ÖGB veranstaltet wurden. "Es besteht kein Grund zum Jubeln, dass unsere telefonischen Infotage für WiedereinsteigerInnen regen Zuspruch fanden", sagt AKNÖ-Präsident Josef Staudinger und meint weiter "wenn Frauen nicht genug verdienen, um überleben zu können, wenn ich höre, dass es Kündigungen gibt, während Kinderbetreuungsgeld bezogen wird, zeigt mir das, dass es Müttern in Österreich nicht leicht gemacht wird, berufstätig zu sein."

Häufige Fragen

Am häufigsten wurde nach den Fristen in Zusammenhang mit Kinderbetreuungsgeld und Kündigungsschutz gefragt. "Noch immer wissen viel zu wenig Eltern, dass der Kündigungsschutz nicht so lange dauert, wie Kinderbetreuungsgeld bezogen werden kann. Und das bedeutet, dass die Frauen oft nicht rechtzeitig am Arbeitsplatz erscheinen und gekündigt werden können. Hier hat die Regierung dringenden Handlungsbedarf, das Kinderbetreuungsgeld muss reformiert werden", erklärt Christa Bogath, Frauen-Vorsitzende des ÖGB NÖ und AKNÖ-Frauenpolitikerin.

Was die Frauen am dringendsten brauchen würden? "Einen Job, in dem sie gerecht entlohnt werden. Immer noch verdienen Männer um ein Drittel mehr als Frauen, dementsprechend selten gehen sie auch in Karenz. Der Besserverdiener bleibt natürlich nicht beim Kind daheim", so Bogath. (red)

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    Für alle, die noch Fragen haben, stehen die AKNÖ-ExpertInnen unter Tel. 05 7171-1717 zur Verfügung.
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